Biber sorgen für Biodiversität
Bei Ferenbalm, an der Westgrenze des Kantons Bern, wird aus einer ehemals intensiv bewirtschafteten Ackerfläche wieder ein abwechslungsreiches Feuchtgebiet entstehen. Nach Abschluss der Bauarbeiten zur Vorbereitung der zukünftigen Auenfläche wird diese nun der lokalen Biber-Familie zur Umwandlung in einen artenreichen Lebensraum übergeben.
'Der Biber kann wie keine andere einheimische Tierart Landschaften verändern: Biberdämme schaffen ein natürliches Feuchtgebiet entlang des Mülibachs in Ferenbalm. © Pro Natura / Peter Lakerveld'
Bei Ferenbalm, an der Westgrenze des Kantons Bern, wird aus einer ehemals intensiv bewirtschafteten Ackerfläche wieder ein abwechslungsreiches Feuchtgebiet entstehen. Nach Abschluss der Bauarbeiten zur Vorbereitung der zukünftigen Auenfläche wird diese nun der lokalen Biber-Familie zur Umwandlung in einen artenreichen Lebensraum übergeben.
Diese Form der Renaturierung ist ein in der Schweiz bisher einzigartiger Ansatz. Pro Natura lässt auf einem 2012 erworbenen Gelände den Biber drei Hektaren früheres Ackerland umgestalten.
Einzigartiger Ansatz
In den aufgestauten Gräben und Biberseen tummelten sich unzählige Amphibien und Libellen. Es entstehe eine reiche Futterquelle, welche auch Eisvögel und Graureiher anlocke. Pro Natura stellte das Projekt nun den Medien vor, nachdem Bagger die ehemalige Ackerfläche vorbereitet haben.
Starthilfe für Landschaftsgestalter Biber

Der Biber kann wie keine andere Tierart vielfältige Lebensräume und Strukturen schaffen. Auf rund der Hälfte der Projektfläche soll daher er der hauptsächliche Landschaftsgestalter und Baumeister sein. Mehrere hundert neu gepflanzte Weiden sollen die Nager auf die Fläche locken.
Groppen und Forellen können wieder wandern
Im Rahmen der baulichen Aufwertung des Projektgebietes wurde auch die Bibere wieder passierbar gemacht, indem man das Stauwehr durch einen Beckenpass ersetzte. Insgesamt 1,7 Millionen Franken kostet das Projekt, das Pro Natura in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ferenbalm, dem Bund und den Kantonen Bern und Freiburg realisierte. Mehr zur Biodiversität.
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