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Wildtiere

Älteste Wölfin der Schweiz ist tot

Musste die Fähe F07, Begründerin des Calandarudels, am Montagabend in der Nähe von Haldenstein aufgrund ihres körperlich schlechten Zustands und fehlender Fluchtreaktionen durch die Wildhut erschossen werden?

Redaktion Wild beim Wild — 16. August 2023

Calandawölfin F07 mit 13 Jahren erschossen

Das Alter des Tieres wird auf 13 bis 14 Jahre geschätzt.

Am Montag, 14. August 2023, hat die kantonale Wildhut vom Amt für Jagd und Blödsinn Graubünden ein ausgewachsenes, stark abgemagertes Wolfsweibchen, welches sich untertags in Siedlungsnähe aufhielt und bei mehreren Begegnungen mit Menschen keine Fluchtreaktion mehr zeigte, erschossen. Es handelte sich dabei um das Wolfsweibchen F07, welches mit einem Ausnahmealter von mehr als 13 Jahren der wohl älteste in der Schweiz lebende Wolf war.

Erstes Rudel nach 150 Jahren gebildet

Die ersten Spuren des Wolfsweibchens F07 wurden im Juni 2011 zum ersten Mal anhand einer Speichelprobe an einem Riss im Oberwallis nachgewiesen. Im September 2012 sichtete ein Hobby-Jäger den ersten Wolfswelpen seit der Ausrottung ihrer Art. F07 und M30 bildeten nach über 150 Jahren das erste Wolfsrudel der Schweiz.

Älteste Wölfin der Schweiz ist tot

46 Welpen in neun Jahren

Insgesamt brachte F07 in den Jahren 2013 bis 2019 mindestens 46 Welpen (20 Weibchen und 26 Männchen) zur Welt. Sie alle sind auf M30 zurückzuführen. Mit dem Rüden M30 war sie nachweislich neun Jahre unterwegs.

Einmal mehr zeigten die armseligen, respektlosen Schiesswütigen vom Amt für Jagd und Blödsinn in Graubünden kein würdiges Naturverständnis.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

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