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Jagd

Jagdgesetz abgelehnt: Wolf bleibt geschützt

Das Schweizer Stimmvolk lehnt das revidierte Jagdgesetz mit 51,9 % ab. Der Wolf bleibt geschützt. Die Hobby-Jagdlobby erleidet eine Niederlage.

Redaktion Wild beim Wild — 28. September 2020

Bundesrat und Parlament wollten unter anderem den Schutz des Wolfs lockern, weil er sich rasch im Land ausbreitet. Das Volk sprach sich dagegen aus.

Die Resultate vom 27.9.2020 sind knapp. 48.1 % der Stimmberechtigten waren für die Vorlage, 51,9 % dagegen. Frauen und Städter waren in Umfragen recht deutlich gegen das Gesetz, Männer und die ländliche Bevölkerung unterstützten es. Politikwissenschaftler Lukas Golder interpretiert das Ergebnis zum Jagdgesetz auf SRF folgendermassen: «Die Berggebiete und Kantone der Zentralschweiz stimmten für das Jagdgesetz. Das grosse Mittelland zusammen mit der Westschweiz, wo viele Leute wohnen, haben heute den Ausschlag zum Nein gegeben.»

Das Stimmvolk will einen verbesserten Schutz der Wildtiere in der Schweiz, ohne Kantonskompetenz für die Regulierung geschützter Tiere und ohne Regulierungsliste des Bundesrats. Die Ablehnung der Gesetzesrevision macht den Weg frei für eine bessere Lösung.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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