29.09.2026, 05:34

Suchen

Jagd

Wieder erschiesst Hobby-Jäger ein Pferd

In Thüringen hat ein 39-jähriger Hobby-Jäger ein Pferd erschossen. Er gab zu, das Tier für Wild gehalten zu haben. Die Polizei ermittelt.

Redaktion Wild beim Wild — 14. Oktober 2023

Pferd für Wild gehalten

In Thüringen, Deutschland, ereignete sich wieder ein tragischer Vorfall, bei dem ein Hobby-Jäger versehentlich ein Pferd erschossen hat, während er auf seiner Jagdreise war.

Der 39-jährige Hobby-Jäger gab zu, das Pferd für Wild gehalten zu haben, als er den Schuss abfeuerte. Der Vorfall wurde der Polizei Thüringen gemeldet, die eine Untersuchung eingeleitet hat, schreibt thüringen24.de.

Forderung nach strengeren Vorschriften

Nachdem der Vorfall bekannt wurde, löste er eine breite öffentliche Diskussion aus. Viele Menschen äusserten ihre Bestürzung über die tragische Verwechslung und forderten strengere Vorschriften für die Hobby-Jagd, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden.

Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit

Der Halter des erschossenen Pferdes trauerte um sein geliebtes Tier und erklärte, dass er schockiert und fassungslos über den Vorfall sei. Die Ermittlungen der Polizei dauerten an, um den genauen Hergang des Vorfalls zu klären und festzustellen, ob es sich um Fahrlässigkeit oder einen bedauerlichen Fehler handelte. Die IG Wild beim Wild dokumentiert Jagdunfälle und Kriminalität systematisch.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →