2. April 2026, 05:13

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Über uns

MerkmalAngaben
RechtsformInteressengemeinschaft (IG)
Gründung11. Juni 2015
SitzAcquarossa, Tessin, Schweiz
ZweckTierrechte, Natur- und Umweltschutz
MethodeRecherche, Aufklärung, Kampagne, Initiative
AktionsraumSchweiz, DACH-Raum & International
LeitungCarl Sonnthal
Webseitewildbeimwild.com

Die reichweitenstärkste jagdkritische Plattform im deutschsprachigen Raum

Wild beim Wild ist eine unabhängige Tierrechtsbewegung und die grösste ausschliesslich jagdkritische Plattform im DACH-Raum. Mit über 62’000 Followern auf Facebook, mehr als 1’100 Beiträgen auf Instagram, 4’315’992 Seitenaufrufen, 2’718’413 einzigartigen Besucherinnen und Besuchern sowie 3’696 veröffentlichten Beiträgen auf wildbeimwild.com (Stand März 2026) erreicht die IG eine Community, die im Bereich der Hobby-Jagd-Kritik ohne Vergleich ist.

Während grosse Tierschutzorganisationen die Hobby-Jagd als eines von vielen Themen behandeln, konzentriert sich Wild beim Wild seit 2015 ausschliesslich auf dieses Feld. Das Ergebnis: eine Plattform, die Fakten statt Jägerlatein liefert, Behördendaten auswertet, wissenschaftliche Studien einordnet, Lobbystrukturen der Hobby-Jägerschaft offenlegt und mit Strafanzeigen dafür sorgt, dass Tierschutzrecht nicht nur auf dem Papier steht – für Wildtiere und Nutztiere gleichermassen.

Dass eine thematisch spezialisierte Interessengemeinschaft aus dem Tessin eine solche Reichweite erzielt, zeigt: Die Kritik an der Hobby-Jagd ist längst kein Randthema mehr, sondern ein wachsendes gesellschaftliches Anliegen.

Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

Geschichte

Die IG Wild beim Wild wurde am 11. Juni 2015 in der Schweiz von Carl Sonnthal gegründet, um den zunehmenden Druck auf Wildtiere durch Urbanisierung, Landwirtschaft und die tierquälerische Hobby-Jagd zu adressieren. Ursprünglich als lokale Initiative entstanden, hat sich die Organisation über die Jahre zu einer übernationalen Stimme für Wildtiere und deren Schutz entwickelt. Heute gehört sie zu den wichtigsten jagdkritischen Organisationen in der Schweiz und ist als Kompetenzzentrum gegen die Hobby-Jagd im gesamten DACH-Raum bekannt.

Ziele

Das übergeordnete Ziel der IG Wild beim Wild ist die Abschaffung der Hobby-Jagd und die Einführung eines zeitgemässen Wildtiermanagements nach dem Vorbild des Kantons Genf, der seit dem 19. Mai 1974 ein Jagdverbot für Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger kennt: ohne Hobby-Jagd, aber mit integren, professionellen Wildhüterinnen und Wildhütern, die gemäss einem Ehrenkodex handeln.

Darüber hinaus verfolgt die IG folgende Ziele:

  • Schutz von Lebensräumen für Wildtiere
  • Schutz von Nutztieren vor behördlichem Versagen, insbesondere bei fehlendem Herdenschutz und Verstössen gegen das Tierschutzgesetz
  • Aufklärung und Bildung der Öffentlichkeit über Wildtiere und die Hobby-Jagd
  • Förderung nachhaltiger Praktiken in der Land- und Forstwirtschaft
  • Kooperation mit Tier- und Naturschutzorganisationen, Politikerinnen und Politikern sowie Behörden
  • Unterstützung wissenschaftlicher Methoden der Immunkontrazeption als Alternative zur letalen Bestandskontrolle
  • Förderung von Tierrechten für Wildtiere, die bei politischen Entscheidungen keine eigene Stimme haben

Die IG kooperiert grundsätzlich nicht mit Jagdvereinen, dem Verband Jagd Schweiz oder jagdaffinen Organisationen.

Aktivitäten

Die IG Wild beim Wild führt eine Vielzahl von Programmen und Projekten durch:

  • Quellenbasierte Recherchen, Dossiers und Hintergrundanalysen zu Wildtierarten, Jagdrecht, Tierschutz und Jagdpolitik
  • Veröffentlichung der Leitkultur zur Jagdkritik, quellenbasierter Argumentarien gegen die Hobby-Jagd und für professionellen Wildtierschutz
  • Mustertexte für jagdkritische Vorstösse in Kantonsparlamenten
  • Regelmässige Medienmitteilungen und Kampagnen
  • Juristische Arbeit: Die Rechtsabteilung reicht regelmässig Strafanzeigen ein und unterstützt Verfahren zum Schutz von Wildtieren und Nutztieren – von Tierquälerei auf der Hobby-Jagd über behördliches Versagen beim Herdenschutz bis hin zu politischer Verantwortungslosigkeit in Kantonsregierungen
  • Unterstützung der Initiative «Für professionellen Wildtierschutz» in Zusammenarbeit mit Wildbiologen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
  • Zusammenarbeit mit der Polizei und Staatsanwaltschaften bei kriminellen Aktivitäten der Hobby-Jägerschaft und anderen Tierquälereien
  • Betrieb des Hobby-Jäger-Radars und von Hunt Watch
  • Produktion von Videos und Pflege der Social-Media-Kanäle
  • Unterstützung von Lebenshöfen für Tiere und der veganen Lebensweise
  • Online-Petitionen und Informationskampagnen
  • Unterstützung dritter Organisationen im Tier- und Naturschutz, von Journalistinnen und Journalisten sowie Privatpersonen

So arbeiten wir

Wild beim Wild veröffentlicht Recherchen, Analysen und Faktenchecks zur Hobby-Jagd in der Schweiz. Unsere Inhalte stützen sich auf überprüfbare Quellen: behördliche Abschusszahlen, Gerichtsurteile, parlamentarische Vorstösse, wissenschaftliche Studien und Originaldokumente von Bund und Kantonen.

Wir unterscheiden klar zwischen drei Beitragsformaten:

  • Faktencheck: Prüfung einer konkreten Behauptung anhand belegbarer Daten. Wir zeigen die Quellenlage, benennen Unsicherheiten und formulieren eine nachvollziehbare Schlussfolgerung.
  • Analyse/Dossier: Einordnung komplexer Themen wie Jagdgesetzgebung, Wildtiermanagement oder Kriminalität im Jagdkontext, mit Quellenangaben und Kontext.
  • Kommentar/Kampagne: Klar als Meinungsbeitrag oder Kampagne gekennzeichnet. Hier positioniert sich die IG Wild beim Wild politisch und ethisch.

Fehler werden nach Kenntnisnahme korrigiert. Wesentliche Korrekturen werden im betreffenden Beitrag transparent vermerkt. Wenn eine Studienlage nur begrenzt belastbar ist, sagen wir das offen.

Wer hinter Wild beim Wild steht

Carl Sonnthal hat Wild beim Wild 2015 gegründet und leitet die Organisation seither. Er hat sich über Jahre intensiv mit Jagdrecht, Wildtierbiologie, Tierschutzpolitik und den Strukturen der Schweizer Jagdlobby auseinandergesetzt. Seine Recherchen zu Jagdverbrechen, behördlichem Vollzugsversagen und der Psychologie der Hobby-Jagd bilden das Fundament der Plattform.

Die Redaktion arbeitet mit externen Fachpersonen zusammen, darunter Wildbiologen, Juristinnen und Journalisten. Bei spezifischen Themen wie dem Genfer Modell ohne Hobby-Jagd, dem Beutegreifer-Management oder kantonalen Jagdgesetzen fliessen deren Expertise und Quellenarbeit in die Beiträge ein.

Unabhängigkeit und Finanzierung

Wild beim Wild ist eine ehrenamtlich betriebene Informations- und Kampagnenplattform. Die IG nimmt selbst keine Spenden entgegen. Wer tierschützerische Arbeit finanziell unterstützen möchte, spendet direkt an die gemeinnützige Stiftung Tiere in Not – Animal Help (STINAH), die unter anderem politische und juristische Arbeit finanziert. Die IG erhält keine Gelder von Jagdverbänden, der Waffenindustrie, staatlichen Stellen oder Parteien. Es werden keine Werbeanzeigen geschaltet. Diese Unabhängigkeit ist Voraussetzung für die kritische Berichterstattung über die Hobby-Jagd, die Jagdlobby und den behördlichen Umgang mit Wildtieren in der Schweiz.

Positionen

Hobby-Jagd und Tierschutzrecht

Die Hobby-Jagd widerspricht einem aufgeklärten, wissenschaftlichen und ethischen Verständnis von Natur und Tieren. Wildtiere sind fühlende Lebewesen mit Sozialstrukturen, Schmerzempfinden und Stressreaktionen (vgl. Cambridge Declaration on Consciousness, 2012). Sie können nicht im Rahmen einer freizeitlichen Aktivität wie Gemüse oder Früchte «geerntet» werden.

Artikel 1 des Schweizer Tierschutzgesetzes (TSchG) schützt die Würde und das Wohlergehen des Tieres. Artikel 26 TSchG stellt klar: Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Die IG Wild beim Wild dokumentiert seit Jahren, wie die Hobby-Jagd diesen Grundsatz systematisch untergräbt.

Obwohl seit Jahrzehnten erwiesen ist (Luxemburg, Genf, Nationalparks), dass insbesondere Füchse keine «Regulierung» durch Abschuss benötigen, ignoriert die Hobby-Jägerschaft wissenschaftliche Fakten und missachtet Tierschutzgesetze.

Speziesismus gegenüber Wildtieren

In der Schweiz verbietet die Rassismusstrafnorm die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Hautfarbe und Religion. Bei Tieren hingegen sieht die Rechtslage anders aus: Gebietsfremden Tierarten wird kein Schutz gewährt, ihr Recht auf Leben wird ihnen aufgrund ihrer Herkunft per Gesetz abgesprochen. Der australische Philosoph Peter Singer beschrieb dieses Phänomen 1975 als «Speziesismus»: die Überzeugung des Menschen, aufgrund seiner Artzugehörigkeit allen anderen Spezies überlegen zu sein und diese nach Belieben behandeln zu dürfen. Die IG Wild beim Wild setzt sich dafür ein, dass diese Haltung in einer zivilisierten Gesellschaft nicht länger akzeptiert wird.

Gewaltfreiheit als Leitbild

Gewaltlosigkeit unterscheidet den kultivierten Menschen vom Beutegreifer in der Tierwelt. Jagdleidenschaft ist kein Auftrag der Gesellschaft und kein Recht. Mit dem freizeitlich motivierten Verletzen und Töten von Wildtieren werden Verhaltensweisen wie Grausamkeit, Brutalität und Gleichgültigkeit gegenüber Leid normalisiert, die es im zwischenmenschlichen Bereich zu eliminieren gilt.

Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Das ist ein Leitbild der IG.

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Kinderrechte und Hobby-Jagd

Kinder und Jugendliche müssen von jeglicher Form von Gewalt geschützt werden. Die UN-Kinderrechtskonvention umfasst das Recht aller Minderjährigen auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Der UN-Kinderrechtsausschuss hält fest:

Kinder müssen vor allen Formen physischer und psychischer Gewalt und vor dem Ausgesetztsein gegenüber Gewalt, wie häuslicher Gewalt oder Gewalt gegen Tiere, geschützt werden.

Die passive und aktive Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Jagdtätigkeiten ist aus Sicht der IG Wild beim Wild unzulässig. Die IG forderte 2023 in einem Appell, Minderjährige vor der schädigenden Wirkung der Gewalt auf der Hobby-Jagd zu schützen. Polen hat dieses Kinderrecht bereits umgesetzt und die Hobby-Jagd in Anwesenheit von Minderjährigen verboten.

Kampagnen

Erfolge

Sieg gegen den Verband Jagd Schweiz (2020)

Die IG Wild beim Wild erstattete bei der Staatsanwaltschaft Gossau SG Strafanzeige gegen Hanspeter Egli, den damaligen Präsidenten von Jagd Schweiz, Obmann der Jagdgesellschaft Andwil und Präsidenten des kantonalen Verbands Revierjagd St. Gallen. Vorgeworfen wurden ihm unter anderem Verstösse gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, tierquälerische Auslandsjagden sowie Verstösse gegen das Tierschutzgesetz, namentlich die «Missachtung der Würde eines Tieres». Zudem bestand der Verdacht auf Körperverletzung und Schreckung der Bevölkerung durch öffentliche Aufforderung zu Gewalttaten.

Der Verband Jagd Schweiz reagierte mit dem Versuch, die IG zum Schweigen zu bringen. Störende Zeitgenossen sollten, um es mit den Worten der Hobby-Jägerschaft auszudrücken, «ruhig gestellt werden» und «von der Bildfläche verschwinden». Die IG konnte nicht eingeschüchtert werden und erstattete ihrerseits Anzeige.

Am 17. Juli 2020 entschied das Gericht in Bellinzona: Praktisch alles, was grausam, unnötig und herzlos ist, wird laut dem rechtskräftigen Urteil vom Verband Jagd Schweiz gefördert. Der Fall wurde von der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) unter dem Titel «Oberster Schweizer Jäger angezeigt» landesweit verbreitet.

Strafanzeigen zum Schutz von Wild- und Nutztieren

Die IG Wild beim Wild setzt das Tierschutzrecht nicht nur publizistisch, sondern auch juristisch durch. Seit der Gründung hat die Rechtsabteilung zahlreiche Strafanzeigen eingereicht, die weit über die Hobby-Jagd im engeren Sinne hinausgehen:

Dieses Engagement zeigt: Die IG Wild beim Wild versteht Tierschutz als Rechtsdurchsetzung. Wo Behörden versagen, Veterinärämter wegschauen oder Politikerinnen und Politiker Verantwortung abwälzen, greift die IG juristisch ein, für Wildtiere und Nutztiere gleichermassen.

Strafanzeige gegen IOC und FEI (2021)

Wegen Tierquälerei während der Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio erhob die IG Wild beim Wild bei der Staatsanwaltschaft Lausanne Strafanzeige gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Fédération Equestre Internationale (FEI). Dem IOC und der FEI wurden Verletzungen des Tierschutzgesetzes und der Tierschutzverordnung vorgeworfen.

Der weltweite Druck durch die mediale Berichterstattung führte zu einem Umdenken: Der moderne Fünfkampf wird künftig ohne die Teildisziplin Reiten betrieben.

Aktiv werden

Die Bewegung ist offen für interessierte Aktivistinnen und Aktivisten, die sich für den Schutz von Wildtieren und deren Lebensräumen einsetzen möchten. Es braucht keine formelle Mitgliedschaft, nur Entschlossenheit.

Sie planen eine jagdkritische Initiative, Petition oder Aktion? Die IG hilft mit Know-how, Netzwerk, Recherchen und Fakten.

Die IG appelliert an die Bevölkerung, sich bei Problemen mit Wildtieren nicht an die Hobby-Jägerschaft zu wenden, sondern im Internet nach einer fachkundigen Wildtierberatung zu suchen, die friedliche Lösungen anwendet.

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.

Einzelnachweise

  1. kath.ch: Tierschützer fordern Schluss mit Hubertusmessen in der Kirche
  2. Luzerner Zeitung: Tierschützer zeigen Schwyzer Umweltamt nach Abschuss von Goldschakal an
  3. 20 Minuten: Vegetarier zeigt Jagd-Magazin an
  4. Spiegel: Moderner Fünfkampf ohne Reiten
  5. FAZ: Olympia-Drama – Strafanzeige gegen IOC und Reitverband
  6. Eurosport: Schleu, Saint Boy – IOC und FEI angezeigt wegen Tierquälerei
  7. Watson: «Sadistisch und überflüssig» – Jagd im Fuchsbau soll verboten werden
  8. Sport1: Schweizer Tierschutzorganisation zeigt IOC und FEI an
  9. Yahoo News: Olympia-Eklat – Tierschützer zeigen IOC an
  10. t-online: Nach Skandal-Auftritt bei Olympia – Tierschützer zeigen IOC und Reitverband an
  11. Business Insider: Animal welfare charity sues IOC – horse was punched at the Olympics
  12. 20 Minuten: «Ich habe auf der Jagd in Afrika zwei Zebras erlegt»
  13. WOZ: Born to be Wildbret
  14. Blick: Radikale Tierschützer wollen Jäger verjagen
  15. NZZ: Jäger schiessen zu wenig Hirsche – Tierschützer verlangen Empfängnisverhütung für das Rotwild
  16. Blick: Umwelthüter statt Jäger – Tierschützer wollen Jagd verbieten
  17. Aargauer Zeitung: Treibjagd auf trächtige Tiere – Schweizer Jäger sorgen in Österreich für einen Skandal
  18. Züriost: «Wir wollen weniger Tierleid»
  19. March24: Petition nimmt Jäger ins Visier
  20. 20 Minuten: Abschuss von Waschbären soll Fremdenfeindlichkeit fördern
  21. 20 Minuten: «Töten wir sie nicht, haben wir bald Zustände wie in Deutschland»
  22. Appenzeller Zeitung: Petition – Heissen wir den Waschbär willkommen
  23. Tier im Recht: Wild beim Wild zum Jagdgesetz
  24. Weitere Medienberichte (Genios-Datenbank)