Schlechte Arbeit der Hobby-Jägerschaft
Durch die unnatürliche Hobby-Jagd sind Wildtiere noch scheuer und ängstlicher geworden.
Warmes Wetter macht Hobby-Jägern Strich durch Rechnung
Das warme Wetter hat den Bündner Hobby-Jägern auf der Hochjagd im September einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Die bejagten Tiere blieben in der Höhe und dort schossen die Hobby-Jäger 5 % weniger Hirsche als im langjährigen Mittel.
Dank des grossen Einsatzes hätten die Hobby-Jäger so bei ungünstigen Bedingungen 3’457 Hirsche erlegt, teilte das Amt für Jagd und Blödsinn in Graubünden mit. Das sind 319 weniger als im Vorjahr. Um die hoch angesetzten Abschusspläne zu erfüllen, müssen nun wieder auf der tierquälerischen Sonderjagd noch 2’218 weibliche Hirsche und deren Kälber erlegt werden.
Sonderjagd als Nachbesserung zum Regelfall
Sonderjagd ist, wie der Name schon sagt, eine Nachbesserung. Wird eine Nachbesserung zum Regelfall, dann stimmt etwas nicht mit der Wissenschaft, Wildbiologie, Planung sowie Ausführung und dies ist in Graubünden beim Amt für Jagd und Blödsinn seit Jahrzehnten der Fall.
Die Sonderjagd ist immer auch ein unethisches und barbarisches Massaker an Wildtieren. Trächtige, führende Hirschkühe sowie Rehgeissen und ihre Jungen, ganze Sozialstrukturen werden wie in einem Blutrausch ohne Erbarmen zusammengeschossen. Führende Muttertiere vor dem Kitz wegzuschiessen, ist schäbig und gemein. Von Handwerk, Wildbiologie, Wissenschaft kann man da wirklich nicht sprechen, es ist einfach nur reine Tierquälerei.
In der Hirschfabrik Graubünden ist praktisch jeder fünfte Hobby-Jäger ein Delinquent, mit einer grossen Dunkelziffer im jährlichen Wechselspiel.
2023 – ff : Publikationen
2020: 1241 Anzeigen und Bussen
2019: 1104 Anzeigen und Bussen
2018: 1114 Anzeigen und Bussen
2017: 1384 Anzeigen und Bussen
2016: 1201 Anzeigen und Bussen
2015: 1298 Anzeigen und Bussen
2014: 1102 Anzeigen und Bussen
2013: 1122 Anzeigen und Bussen
2012: 1089 Anzeigen und Bussen
Hobby-Jagd erhöht Fortpflanzungsrate
Hobby-Jagd ist immer auch eine Form von Krieg gegen Lebewesen, wo die negativen Eigenschaften im Menschen aufleben. Wildtiere leben in einer Landschaft der Angst. Aus Angst vor Hobby-Jägern haben viele Wildtiere ihren natürlichen Lebensraum dauerhaft verlassen.
Diese Hobby-Jagd selbst trägt dazu bei, dass sich Wildtiere schneller vermehren. Studien zeigen eindeutig, dass Wildschweine, Hirsche und andere Wildtiere unter Jagddruck ihre Fortpflanzungsrate erhöhen, etwa indem sie sich schon in jüngerem Alter fortpflanzen. Je stärker sie gejagt werden, desto mehr Nachwuchs zeugen sie.
Wildtiere stehen den Beutegreifern zu
Wildtiere stehen in erster Linie den Beutegreifern zu, nicht den Hobby-Jägern, aber Wolf, Luchs und Co. will man ja nicht so richtig. Füchse werden sinnfrei und planlos wie in einem Wahn abgeschossen. Geschützte Arten, wie der Feldhase, Birkhuhn, Schneehuhn und die Waldschnepfe, haben auf der Liste der jagdbaren Arten auch nichts verloren. Jede jagdliche Aktivität ist eine Störung für die gesamte Wildtierpopulation, insbesondere im Winter.

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