28. Juli 2026, 04:23

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Jagd

Schlechte Arbeit der Hobby-Jägerschaft

Durch die unnatürliche Hobby-Jagd sind Wildtiere noch scheuer und ängstlicher geworden.

Redaktion Wild beim Wild — 26. Oktober 2023

Warmes Wetter macht Hobby-Jägern Strich durch Rechnung

Das warme Wetter hat den Bündner Hobby-Jägern auf der Hochjagd im September einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die bejagten Tiere blieben in der Höhe und dort schossen die Hobby-Jäger 5 % weniger Hirsche als im langjährigen Mittel.

Dank des grossen Einsatzes hätten die Hobby-Jäger so bei ungünstigen Bedingungen 3’457 Hirsche erlegt, teilte das Amt für Jagd und Blödsinn in Graubünden mit. Das sind 319 weniger als im Vorjahr. Um die hoch angesetzten Abschusspläne zu erfüllen, müssen nun wieder auf der tierquälerischen Sonderjagd noch 2’218 weibliche Hirsche und deren Kälber erlegt werden.

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Keine Luchsabschüsse im Wallis

Der Luchs ist genetisch am Limit, trotzdem soll er als erster Kanton der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden.

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Sonderjagd als Nachbesserung zum Regelfall

Sonderjagd ist, wie der Name schon sagt, eine Nachbesserung. Wird eine Nachbesserung zum Regelfall, dann stimmt etwas nicht mit der Wissenschaft, Wildbiologie, Planung sowie Ausführung und dies ist in Graubünden beim Amt für Jagd und Blödsinn seit Jahrzehnten der Fall.

Die Sonderjagd ist immer auch ein unethisches und barbarisches Massaker an Wildtieren. Trächtige, führende Hirschkühe sowie Rehgeissen und ihre Jungen, ganze Sozialstrukturen werden wie in einem Blutrausch ohne Erbarmen zusammengeschossen. Führende Muttertiere vor dem Kitz wegzuschiessen, ist schäbig und gemein. Von Handwerk, Wildbiologie, Wissenschaft kann man da wirklich nicht sprechen, es ist einfach nur reine Tierquälerei.

In der Hirschfabrik Graubünden ist praktisch jeder fünfte Hobby-Jäger ein Delinquent, mit einer grossen Dunkelziffer im jährlichen Wechselspiel.

Hobby-Jagd erhöht Fortpflanzungsrate

Hobby-Jagd ist immer auch eine Form von Krieg gegen Lebewesen, wo die negativen Eigenschaften im Menschen aufleben. Wildtiere leben in einer Landschaft der Angst. Aus Angst vor Hobby-Jägern haben viele Wildtiere ihren natürlichen Lebensraum dauerhaft verlassen.

Diese Hobby-Jagd selbst trägt dazu bei, dass sich Wildtiere schneller vermehren. Studien zeigen eindeutig, dass Wildschweine, Hirsche und andere Wildtiere unter Jagddruck ihre Fortpflanzungsrate erhöhen, etwa indem sie sich schon in jüngerem Alter fortpflanzen. Je stärker sie gejagt werden, desto mehr Nachwuchs zeugen sie.

Wildtiere stehen den Beutegreifern zu

Wildtiere stehen in erster Linie den Beutegreifern zu, nicht den Hobby-Jägern, aber Wolf, Luchs und Co. will man ja nicht so richtig. Füchse werden sinnfrei und planlos wie in einem Wahn abgeschossen. Geschützte Arten, wie der Feldhase, Birkhuhn, Schneehuhn und die Waldschnepfe, haben auf der Liste der jagdbaren Arten auch nichts verloren. Jede jagdliche Aktivität ist eine Störung für die gesamte Wildtierpopulation, insbesondere im Winter.

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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