Schädliches Handeln ist schändliches Handeln
Das heutige Jagdwesen ist ein Teufelskreis, an dem Hobby-Jäger und all jene, die damit Geld verdienen, ihre Freude haben.
Wildtiere gehören nicht den Hobby-Jägern (res nullius), sondern genauso gut der nicht jagenden Bevölkerung in der Mehrheit.
Das Verhältnis ist dabei 4 (Hobby-Jäger) zu 96 (Nichtjagende). Deshalb sollte es uns nicht egal sein, wenn eine Minderheit das Gemeingut in unserer Nachbarschaft quält. Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger gehen so weit, dass sie glauben, sich für ihre Tierquälereien nicht rechtfertigen zu müssen.
Wichtige Eckpfeiler werden im Jagdwesen nicht selten aussen vor gelassen. Es gibt weder eine gute Prävention, dass keine Lebewesen erschossen werden müssen, noch zum Beispiel Geburtenkontrolle, um Wildtierpopulationen zu stabilisieren. Wissenschaftliche Werkzeuge sind dafür längst vorhanden, wie die Immunokontrazeption. Hobby-Jagd bedeutet nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten und Chaos in der natürlichen Ordnung.
Was ist der Hintergrund für den Begriff Jagdtrieb?
Ganz einfach, juristisch gesehen dürfte es arglistige Täuschung sein. Jagdtrieb kaschiert den Begriff «Tötungstrieb». In Deutschland zum Beispiel über 500’000 gesunde Füchse pro Jagdsaison, was laut wissenschaftlichen Studien Nonsens in Reinkultur ist. In der Schweiz sind es über 20’000 Füchse.
Eine Geisteskrankheit kann man nicht heilen, indem man ihr freien Lauf lässt. Historisch gesehen ist Hobby-Jagd zur Bestandesregulierung auch keine Jagd, sondern terroristischer Zooizid.
Jagdkritik ist die ungehörte Stimme der Tiere
Jagdkritikerinnen und Jagdkritiker versuchen Wildtiere als nicht nur eine Sache darzustellen, welche man konstant militant beseitigen muss. Sie diagnostizieren Missstände und bieten Hilfestellungen, um zeitgemässe und moralische Wege zu gehen.
Die Hobby-Jagd erfolgt heute nicht nur nachhaltig. Die Hobby-Jagd quält sinnlos unzählige Tiere – die Jagdstatistiken belegen dies zweifelsfrei. Die Hobby-Jägerschaft reguliert nicht, sie dezimiert nur und dies weder ethisch noch nachhaltig erfolgreich.
Zerschossene Wildtierbestände produzieren mehr Nachkommen als in unbejagten Gebieten. Die Hobby-Jägerschaft ist also für die Schäden verantwortlich, besonders für die vielen Wildunfälle. Gäbe es mehr Beutegreifer, wie Luchs und Wölfe, gäbe es einen geringeren Schalenwildbestand, was dementsprechend auch zu weniger Unfällen, Toten und Verletzten führen würde.
Hobby-Jagd gibt vor, etwas zu sein, was es gar nicht ist
Der Dachverband der Schweizer Hobby-Jäger schreibt am 29.8.2011: «JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich – auch in unserer Kulturlandschaft – von selber regulieren würden.»
Dennoch zeigt die Hobby-Jägerschaft meist kein Interesse an wichtigen wildbiologischen Erkenntnissen, Ökologie, Tierschutz sowie Ethik. Praktisch alles, was tierschutzwidrig ist, ist waidgerecht.
Ethisch weiterentwickelte Naturfreundinnen und Naturfreunde machen schöne Erlebnisse in der Natur, ohne Wildtiere zu exekutieren. Es gibt unzählige lobenswerte Menschen, welche die Natur auch nutzen, hegen und pflegen. Keinem von denen käme es in den Sinn, dafür ein Opfer in der Form eines Lebewesens zu fordern, wie dies die Hobby-Jägerschaft tut.
Kein Hobby-Jäger würde etwas für den Arten- oder Naturschutz tun, wenn er nicht töten darf. Dies hat die Abstimmung «Wildhüter statt Jäger» im Kanton Zürich, wie voraussehend, eindeutig offenbart.
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