Referendum für die Abschaffung der Jagd in Italien
Die Hobby-Jagd ist eine gewalttätige und blutrünstige Aktivität, sagen die Initianten.
Am 1. Juli 2021 begann in Italien die Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gegen die Hobby-Jagd.
500’000 Unterschriften bis Ende September
Ziel ist es, 500’000 Unterschriften bis Ende September zu sammeln. Das Erreichen der nötigen Unterschriften würde es ermöglichen, ein Referendum für die Abschaffung der Hobby-Jagd zu beantragen. Das Regulierungssystem für die Hobby-Jagd in Italien hat seine Wurzeln in veralteten und schwammigen Parametern aus dem Jahre 1979.
Rehe, Füchse, Vögel: In Italien tötet die Hobby-Jägerschaft jedes Jahr fast eine halbe Milliarde Wildtiere. Es werden auch geschützte Arten bejagt oder solche, die es sonst schon sehr schwer haben, wegen dem Dichtestress, Landverbrauch, Pestiziden und Klimawandel.
Lasst uns Wald, Felder und die Natur im Allgemeinen wieder in Besitz nehmen. Schluss mit der Hobby-Jägerschaft, die die Natur vergewaltigt, oft mit Brandstiftung, um Wildtiere zu terrorisieren und sie noch leichter zur Beute machen zu können.
GianMarco Prampolini vom Comitato Referendum SI aboliamo la caccia
2,3 Millionen Wildschweine – von Hobby-Jägerschaft verursacht
Italiens Landwirtinnen und Landwirte leiden immer mehr unter der grassierenden Wildschweinplage. Während das Land im Jahr 2010 schätzungsweise rund 500’000 Wildschweine zählte, sollen es heute etwa 2,3 Millionen sein. Hobby-Jagd heisst in Italien auch Verletzung des privaten Grundbesitzes, wegen Artikel 842 des Zivilgesetzes.
Die Hobby-Jagd in Italien ist eine Sportart, welche Menschen verletzt und tötet. Im Jahr 2018 gab es zum Beispiel innerhalb des Jagdgebietes 13 Tote und 50 Verletzte, also 63 Opfer.

Hobby-Jägerschaft und Waffenindustrie: Eine tödliche Mischung, welche die Natur schädigt und Menschen tötet.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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