Artenschutzkriminalität in Niedersachsen aufgedeckt
Lebende Singvögel, Vogelfallen und Tier-Trophäen beschlagnahmt.
Vogelfänger in Schaumburg aufgeflogen
Polizei und Naturschutzbehörden sind im Landkreis Schaumburg (Niedersachsen) gegen einen mutmasslichen Tierhändler und Vogelfänger vorgegangen.
Bei einer Kontrolle in der Gemeinde Haste wurden Anfang des Jahres auf dem Grundstück des Beschuldigten mehrere Fallen und Netze für den Vogelfang sowie zahlreiche lebende Singvögel entdeckt und beschlagnahmt. Im Haus des Mannes wurden ausserdem mehr als 50 gefrorene und ausgestopfte Vögel, darunter Eulen, ein Adler, ein Schwarzmilan und mehrere Habichte, sichergestellt.
Komitee gegen den Vogelmord erstattete Anzeige
Ins Visier der Behörden geriet der Mann nach einer Anzeige des Komitees gegen den Vogelmord, dessen Mitarbeiter im letzten Jahr die Aktivitäten des Mannes dokumentiert und schliesslich Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Bückeburg erstattet hatten. Dabei ging es um den Verdacht des illegalen Fangs und der Haltung einheimischer Singvögel. Um Vögel zu verkaufen, hatte der Mann unter anderem auf dem Portal «Tierflohmarkt.de» Anzeigen geschaltet.
Die beschlagnahmten Singvögel wurden von den Behörden in eine Pflegestation gebracht und sollen so schnell wie möglich wieder ausgewildert werden. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Verdacht auf Verstoss gegen das Bundesnaturschutzgesetz, das Tierschutzgesetz sowie waffenrechtliche Bestimmungen eingeleitet. Mehr zum Thema Kriminalität und Jagd.
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