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Jagd

PFAS im Wildfleisch: Verzehrwarnung für Hobby-Jäger

Die traditionelle Herbstjagdsaison ist in vollem Gange, aber die Hobby-Jäger werden gebeten auf den Verzehr von Wildfleisch zu verzichten, da es möglicherweise schädliche Chemikalien enthält.

Redaktion Wild beim Wild — 29. Oktober 2024

Hobby-Jäger aus dem gesamten Nordosten in den USA reisen jeden Herbst nach Maine, wo Hirsche und wilde Truthähne zu den beliebtesten Wildtieren auf der Hobby-Jagd gehören.

Das Maine Department of Inland Fisheries and Wildlife (Ministerium für Binnenfischerei und Wildtiere) hat in mehreren Gemeinden im zentralen Teil des Bundesstaates eine Verzehrempfehlung für Wildtiere herausgegeben.

PFAS in Muskelgewebe nachgewiesen

In einer Erklärung des Ministeriums heisst es, dass bei Proben von Wildtieren in dem Gebiet PFAS-Gehalte in ihrem Muskelgewebe festgestellt wurden, die diese Empfehlung rechtfertigen. PFAS oder Per- und Polyfluoralkylsubstanzen sind Chemikalien, die in der Umwelt verbleiben und mit menschlichen Gesundheitsproblemen wie Krebs und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht werden.

«Die empfohlenen Gebiete umfassen Gebiete, die durch die Ausbringung von kommunalem und/oder industriellem Schlamm, der PFAS enthält, mit hohen PFAS-Werten kontaminiert wurden. Hirsche und Truthähne, die in diesen kontaminierten Gebieten gefüttert werden, haben diese Chemikalien aufgenommen und weisen nun PFAS in ihrem Fleisch und ihren Organen auf», so die Behörde.

Die Warnhinweise gelten für Teile von Unity, Unity Township, Albion und Freedom, zusätzlich zu den bereits bestehenden Warnhinweisen in Fairfield und Teilen von Skowhegan, so die Behörde. Die Behörde begründete die Empfehlung mit der Untersuchung von 54 Hirschen und 55 Truthähnen auf PFAS. Die Empfehlung erfolgte kurz vor dem beliebten «Tag der Ansässigen» für Hirsch-Hobby-Jäger am 2. November.

«Ewige Chemikalien» in der Nahrungskette

Es ist nicht bekannt, wie lange die Empfehlungen in Kraft bleiben werden. Nach Angaben des Ministeriums haben auch New Hampshire, Michigan und Wisconsin Verzehrempfehlungen für PFAS und Wild ausgegeben.

Maine war einer der ersten Staaten, in denen PFAS in Hirschen nachgewiesen wurden. Das Vorhandensein dieser «ewigen Chemikalien» in Wildtieren und Fischen ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Gesundheitsbehörden gerückt. Die Umweltverschmutzung betrifft nicht nur Lebensräume, sondern auch die Nahrungskette.

PFAS-Stoffe werden seit langem in Haushaltsprodukten wie Antihaft-Kochgeschirr und Lebensmittelverpackungen verwendet. Die Chemikalien werden auch in Feuerlöschschäumen verwendet und kommen in einigen Düngemitteln vor. Bundesbehörden haben ebenfalls Massnahmen ergriffen, um die Verschmutzung durch PFAS einzudämmen, da sie befürchten, dass die Stoffe in Lebensmitteln, Trinkwassersystemen und privaten Brunnen vorkommen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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