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Tierwelt

St. Gallen: PFAS-Fleisch darf nicht verkauft werden

Die Belastung hängt in vielen Fällen mit Klärschlamm aus Abwasserreinigungsanlagen zusammen, der bis 2006 als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht wurde.

Redaktion Wild beim Wild — 29. August 2024

Proben haben gezeigt, dass auf Bauernbetriebe in St.Gallen Bereiche des Bodens mit PFAS belastet sind.

Der Kanton hat seither die Untersuchungen ausgeweitet und festgestellt, dass es auch im Nordosten des Kantons weitere belastete Flächen gibt. Das Fleisch von dort weidenden Tieren überschreitet teilweise die Höchstwerte. Die Regierung hat Vorsichtsmassnahmen eingeleitet, vertieft die Messungen und fordert vom Bund die Umsetzung eines nationalen PFAS-Aktionsplans.

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind schwer abbaubare Chemikalien, die seit Jahrzehnten industriell genutzt werden. Sie gelangen in die Umwelt und können in Lebensmitteln sowie im Menschen nachgewiesen werden, was potenzielle gesundheitliche Risiken darstellt.

Punktuelle Belastung, keine grossflächige Belastung

Auf der Eggersrieter Höhe wurden 2021 belastete Bodenbereiche entdeckt, und weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass auch in der Region weitere belastete Flächen existieren. Betroffen sind Flächen im Bogen Mörschwil-Eggersriet-Untereggen-Goldach-Altenrhein-St.Margrethen.

Der Kanton hat im Fleisch von einigen Kühen und Rindern von Betrieben mit belasteten Flächen wie auch im Boden und im Quellwasser dieser Flächen erhöhte oder zu hohe PFAS-Werte gemessen. Auch entsprechende Milchproben von Kühen weisen erhöhte PFAS-Werte auf.

Die Bauern sehen ihr Lebenswerk dahinschwinden. Zwei Betroffene erzählen; sie würden bloss noch Abfall produzieren. Einer spricht von einer Ohnmachtssituation: Die Böden seien verseucht und führten zu einem schlechten Produkt.

Sicherheit der Bevölkerung im Fokus

Die Regierung hat Vorsichtsmassnahmen erlassen und arbeitet mit Empfehlungen für belastete Lebensmittel.

Es wurde zudem empfohlen, das Trinkwasser der Gemeinde für die Tränke der Tiere und die Lebensmittelproduktion zu nutzen. Betroffene Betriebe erhalten Unterstützung durch Überbrückungskredite, und es wird nach alternativen Produktionsmodellen gesucht.

Kanton weitet PFAS-Beprobung aus

Die aktuellen Resultate sind das Ergebnis von Beprobungen in Fliessgewässern, Lebensmitteln und Böden. Die Messungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Der Kanton wird ein PFAS-Beprobungskonzept lancieren, um genauere Angaben machen zu können, welche Flächen unbelastet sind.

Regierung fordert nationalen PFAS-Aktionsplan

Der Kanton St.Gallen gehört zu den ersten Kantonen, die Untersuchungen zur PFAS-Belastung ausgedehnt haben. Es besteht wenig Erfahrungswerte zur Senkung der PFAS-Belastung, und der Bund hat bis jetzt nur wenige einheitliche Vorgaben gemacht, obwohl PFAS ein schweizweites Problem darstellen.

Die Regierung setzt sich dafür ein, dass ein nationaler PFAS-Aktionsplan erstellt wird und einheitliche Massnahmen in der gesamten Schweiz gelten. Zudem wird eine Festlegung von Höchstwerten für weitere Lebensmittel wie Milch und Milchprodukte gefordert. Die Website http://www.sg.ch/pfas informiert über den aktuellen Stand der Untersuchungen.

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