Pfälzerwald: Luchsumsiedlung beendet
Mit Lycka und Tarda ist das Ziel des Projektes, insgesamt 20 Luchse in den Pfälzerwald umzusiedeln, erreicht! Zwölf der Luchse stammen aus der Schweiz. Beide Luchsweibchen wurden vom jeweiligen Fangteam, bestehend aus Wildhütern und Tierärzten, nach dem Fang in die Quarantänestation des Natur- und Tierparks Goldau gebracht. Das Luchsweibchen Lycka wurde im Kanton Neuenburg eingefangen,
Mit Lycka und Tarda ist das Ziel des Projektes, insgesamt 20 Luchse in den Pfälzerwald umzusiedeln, erreicht!
Zwölf der Luchse stammen aus der Schweiz.
Beide Luchsweibchen wurden vom jeweiligen Fangteam, bestehend aus Wildhütern und Tierärzten, nach dem Fang in die Quarantänestation des Natur- und Tierparks Goldau gebracht. Das Luchsweibchen Lycka wurde im Kanton Neuenburg eingefangen, Luchsin Tarda stammt aus dem Kanton Waadt. Lycka wurde 2011 geboren und wiegt gut 20 kg, ist also ein erfahrenes und kräftiges Tier. Das Geburtsjahr von Tarda ist nicht bekannt, von ihrer Konstitution her handelt es sich bei ihr eher um ein relativ junges Tier.
Am Freitagmorgen sind beide Tiere einem letzten Gesundheitscheck durch die Tierärzte vom Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin (FIWI) der Universität Bern unterzogen worden, bevor sie im Anschluss vom Luchsteam der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz in den Pfälzerwald gebracht wurden. In der Nähe von Waldleinigen wurden Lycka und Tarda in ihre neue Heimat entlassen. Bei der Freilassung wurde anlässlich der aktuellen Pandemie auf Zuschauer, externe Fotografen und Presse verzichtet.
Wie alle anderen Luchse, die im Pfälzerwald freigelassen wurden, tragen auch Lycka und Tarda einen GPS-Halsbandsender, damit ihre Bewegungen nachvollzogen werden können. Die übermittelten GPS-Daten der Sendehalsbänder fliessen in Aktionsraumkarten zu den Luchsen ein, die in regelmässigen Abständen auf der Projekt-Homepage veröffentlicht werden.
Ministerin Ulrike Höfken beglückwünscht alle beteiligten Partner im Projekt zur erfolgreichen Durchführung der Umsiedlungen: „2016 freuten wir uns gemeinsam mit den Paten auf die Ankunft der ersten Luchse. Vier Jahre später freuen wir uns darüber, dass mit Lycka und Tarda die gewünschte Anzahl von 20 Luchsen für die Wiederansiedlung im Pfälzerwald freigelassen werden konnten. Die Luchse und ihr Nachwuchs haben sich bereits grosse Bereiche des Pfälzerwaldes erschlossen. Die Tiere breiten sich nach der Freilassung im nördlichen Pfälzerwald vermehrt in Richtung Süden aus. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese faszinierende Katzenart nach ihrer Ausrottung im 18. Jahrhundert im Einklang mit allen Interessengruppen wieder dauerhaft im Pfälzerwald und darüber hinaus ansiedelt.“
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