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Jagd

Nackt gegen die Jagd

Maja Prinzessin von Hohenzollern posiert nackt für PETA gegen die Hobby-Jagd. Verletzlich und bildschön setzt sie ein Zeichen für die Tierrechte. Mehr zur Hobby-Jagd.

Redaktion Wild beim Wild · 28. September 2016

Nackt, bildschön und verletzlich: Maja Prinzessin von Hohenzollern hat für ein Fotoshooting der Tierrechtsorganisation PETA erstmalig alle Hüllen fallen lassen.

Die engagierte Tierschützerin zeigt sich im neuen Fotomotiv als angeschossenes Reh, das aus einer Wunde am Bein blutet. Damit setzt sich die Prinzessin gemeinsam mit PETA für ein Verbot der Hobby-Jagd ein, die ab Oktober wieder ihre Hauptsaison haben wird. Bis zu fünf Millionen Tiere werden jedes Jahr alleine in Deutschland von Hobby-Jägern getötet.

Feige, brutal und absolut sinnlos

«Die Hobby-Jagd ist feige, brutal und absolut sinnlos», so Maja Prinzessin von Hohenzollern über ihr Engagement zusammen mit PETA. «Wehrlose Tiere zu erschiessen ist ein Eingriff in die Natur, der uns Menschen nicht zusteht. Es ist verlogen im Winter Tiere künstlich anzufüttern, die Population damit hochzutreiben, um sie im Herbst töten zu können. Dadurch wird kein Tierbestand reguliert, sondern nur die Tötungsgelüste von Hobby-Jägern befriedigt.»

Die vegan lebende Maja Prinzessin von Hohenzollern ist bekannt als leidenschaftliche Tierrechtlerin. Seit vielen Jahren setzt sie sich für den Schutz und die Rettung von Tieren sowie für Liebe und Respekt gegenüber allen Lebewesen ein. Weltweit ist sie die erste Prinzessin, die sich gegen die Hobby-Jagd engagiert. Sie lebt mit mehr als 100 geretteten Tieren in Spanien.

Unermessliches Leid durch die Hobby-Jagd

Hobby-Jäger töten Tiere vornehmlich im Rahmen einer Freizeitbeschäftigung und fügen den empfindsamen Lebewesen dabei häufig erhebliche Schmerzen zu. Unter dem Deckmantel der «Naturverbundenheit» verursacht die Hobby-Jagd unermessliches Leid – jedes Jahr werden viele Tiere durch Fehlschüsse getroffen oder in Fallen regelrecht zerquetscht und sterben einen langsamen und qualvollen Tod.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Hobby-Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wiesen nach, dass die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass sich die Population der betreffenden Wildtiere in dem Gebiet erhöht.

Auch der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Hobby-Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Hobby-Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

Erhöhte Vorsicht während der Hauptjagdsaison

PETA rät der Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht während der anstehenden Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar und empfiehlt, Jagdgebiete unbedingt zu meiden sowie auf Warn- und Hinweisschilder zu achten: Jährlich ereignen sich Jagdunfälle, bei denen Fehlschüsse oder Querschläger Menschen verletzen oder gar töten.

Quelle: Servanty et al. (2009): Pulsed resources and climate-induced variation in the reproductive traits of wild boar under high hunting pressure. Journal of Animal Ecology. Nr. 78, Issue 6.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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