26. Mai 2026, 01:16

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Jagd

Luchs im Jura gewildert

In den Freibergen im Jura wurde ein junger Luchs mit Bleikugeln aus einer Schrotflinte getötet. Das Umweltamt verurteilt die Wilderei aufs Schärfste.

Redaktion Wild beim Wild — 31. Oktober 2020

In der Nähe der Gemeinde Bémont in den Freibergen wurde am vergangenen Sonntag ein toter Luchs entdeckt. Die Autopsie ist endgültig, er wurde Opfer eines Beschusses mit Bleikugeln.

Der Kadaver des Beutegreifers, ein junges Weibchen, wurde an Spezialisten des Zentrums für Wildtiermedizin in Bern übergeben. Die Röntgenaufnahme ergab das Vorhandensein von etwa zwanzig Bleikugeln aus einer Schrotflinte eines Hobby-Jägers im Körper des Wildtieres. Dies wertet man beim Kanton Jura als Beweis für die Vorsätzlichkeit des Abschusses, was die These des Wildhüters nach seiner ersten Beobachtung erhärtete.

Kanton Jura verurteilt die Tat

Das Umweltamt bedauert und verurteilt diesen Akt, den es für äusserst schwerwiegend hält, aufs Schärfste.

Luchse seien durch die Berner Konvention und das Jagdgesetz streng geschützt.

Kanton Jura

Der letzte derartige Fall von Wilderei liege 20 Jahre zurück und man habe den Eindruck gehabt, dass der Beutegreifer im Ökosystem gut akzeptiert sei.

Strafrechtliche Untersuchung eingeleitet

Eine strafrechtliche Untersuchung wurde eingeleitet, um die Umstände und den Täter festzustellen. Jeder, der möglicherweise Informationen bereitstellen kann oder am 24. Oktober bestimmte Elemente in dieser Gegend (l’étang des Royes, sur la commune du Bémont) bemerkt hat, wird gebeten, sich direkt unter 032 420 48 00 an das Umweltamt zu wenden. Solche Fälle von Wildtierkriminalität sind leider keine Seltenheit, wie zahlreiche dokumentierte Jagdmythen belegen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden