Hobby-Jäger der alten Generation
Sie nennen sich Wildmeister oder Berufsjäger und sinnieren über die alten Zeiten, als scheinbar alles besser war. Die sich selbst sowohl als wichtige Persönlichkeiten als auch fast wie Helden gefühlt haben, da in einem Dorf die „respektierten Personen“ der Bürgermeister, der Pfarrer, der Arzt und der Jägermeister/auch oft Förster waren. Tiere waren Sachen – auch
Wildmeister sinnieren über die alten Zeiten
Sie nennen sich Wildmeister oder Berufsjäger und sinnieren über die alten Zeiten, als scheinbar alles besser war.
Tiere waren Sachen und Wildtiere waren lediglich gutes Fleisch. Deswegen waren die Hobby-Jäger in der ehemaligen DDR so wichtig, sie kamen an das begehrte Wildfleisch daran.
«Die Jagd, in einer jahrhunderte alten Kultur, von der Dichter und Denker inspiriert wurden, hat zahlreiche Werte und Normen aufgegeben.»
Wildmeister Dieter Bertram Bundesobmann der Berufsjäger a.D.
Tierethik und Tierrechte
Haben diese Wildmeister schon mal von Tierethik und Tierrechten gehört? Sind die Tiere für sie wirklich keine fühlenden Lebewesen, die als solche respektiert werden müssten? Warum werden Katzen und Jagdhunde und weitere Tiere als Haustiere verwöhnt, während andere Tiere, die Wildtiere in schrecklichen Totschlagfallen nutzlos elend sterben?
Wildmeister Dieter Bertram kritisierte zu Recht im Mai 2021, dass selbst gestandene Schweisshundeführer ihre Nachsuchearbeit einstellen, weil es unerträglich geworden sei, verendete Bachen aufzufinden, an denen die Frischlinge säugen.
Hobby-Jagd ist Unkultur
Weshalb sind Sklaverei, Hexenverfolgung, Kannibalismus oder Apartheid nicht mehr Tradition, Mord, Totschlag, Gewalt und Tierquälerei an wehrlosen Wesen bei der Hobby-Jagd soll aber Tradition sein?
Gewalt als erstrebenswerter Zustand würde demnach als Kultur der Gewalt zu bezeichnen sein, im allgemeinen Sprachverständnis eine ins Negative gerichtete Umkehrung des Begriffs bedeuten, also eine Unkultur, eine Nicht-Kultur beschreiben.
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Interessen-Gemeinschaft Wild beim Wild
Die IG Wild beim Wild ist eine gemeinnützige Interessen-Gemeinschaft, die sich für die nachhaltige und gewaltfreie Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung einsetzt, wobei die IG sich auch auf die rechtlichen Aspekte des Wildtierschutzes spezialisiert hat. Eines unser Hauptanliegen ist, in der Kulturlandschaft ein zeitgemässes und seriöses Wildtiermanagement nach dem Vorbild vom Kanton Genf einzuführen – ohne Hobby-Jäger aber mit integren Wildhütern, die den Namen auch verdienen und gemäss einem Ehrenkodex handeln. Das Gewaltmonopol gehört in die Hände des Staates. Die IG unterstützt wissenschaftliche Methoden der Immunokontrazeption für Wildtiere.
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