Bogenjagd in der Schweiz: Klar abzulehnen
Bislang sind in der Schweiz Pfeil und Bogen, Schleudern, Speere, Lanzen, Messer, Luftgewehre und Luftpistolen sowie die Armbrust auf der Jagd zu Recht als Waffe grundsätzlich verboten.
Die Jagd mag in prähistorischen Zeiten für das Überleben der Menschen notwendig gewesen sein, aber heute pirschen sich die meisten Hobby-Jäger nur aus Spass an der Freude an und töten Tiere, nicht aus Notwendigkeit.
Diese unnötige, gewalttätige Form der Unterhaltung reisst Tierfamilien auseinander und lässt zahllose Tiere verwaisen oder schwer verletzt zurück, wenn die Hobby-Jäger ihre Ziele wie so oft verfehlen. Aus Gründen des Tierschutzes ist die Bogenjagd in der Schweiz verboten. Jede jagdliche Aktivität der Hobby-Jäger ist eine massive Störung für die gesamte Flora und Fauna.
Der militante Verband Jagd Schweiz hat nun einen Fragebogen vor dem Foto eines Solarparks zur Hobby-Jagd mit Pfeil und Bogen in der Schweiz veröffentlicht.
Mit Blick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien werden auch Solarparks als mögliches Jagdgebiet gesehen, in denen Schusswaffen angeblich ungeeignet sind. Das Gefahrenpotenzial der Bogenjagd sei in bestimmten Jagdsituationen wesentlich geringer zu bewerten, laut der Einschätzung der Hobby-Jäger.
Unlängst haben deutsche Bundesländer ähnlichen Projekten aus dem Hobby-Jäger-Milieu eine Abfuhr erteilt. So etwa in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern.
Die Auswertung von rund zwei Dutzend Studien aus den USA, wo die Bogenjagd vielfach erlaubt ist, zeigt, dass diese Jagdmethode oft zu erheblichem Tierleid führt. Demnach werden 54 % der Tiere nicht sofort getötet. Oft gelingt den verwundeten Tieren die Flucht, was zu einem tagelangen Todeskampf führen kann.
Die IG Wild beim Wild mahnt, dass das Schweizer Tierschutzgesetz (TSchG) festhält, dass niemand einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf. Demnach dürfen keinem Tier erhebliche, länger anhaltende Schmerzen zugefügt werden. Hobby-Jäger sind bereits mit der Flinte die miserabelsten Schützen in der Schweiz.
Waidgerecht oder die Hobby-Jagd hat auch nichts mit Tierschutz zu tun. Die Waidgerechtigkeit der Hobby-Jäger widerspricht diametral dem Tierschutzgesetz. Waidgerecht ist vom Tierschutzgesetz ungefähr so weit entfernt wie eine Kuh vom Fahrradfahren. Die heutige Hobby-Jagd ist im Grunde schlichtweg kriminell. Nur ist unser Rechtssystem bisher nicht so weit, dies im Strafrecht zu berücksichtigen.
In der Schweiz wird die Weidgerechtigkeit im Recht deutschsprachiger Kantone erwähnt, zum Beispiel in Art. 14 Berner Jagdgesetz:
Art. 14 Weidgerechtigkeit. Die Jägerinnen und Jäger wenden alle Sorgfalt an, um dem Tier unnötige Qualen und Störungen zu ersparen und seine Würde zu bewahren.
In einer weiteren Studie dokumentierten Wissenschaftler der Universität Oklahoma bei einer Bogenjagd auf 22 Weisswedelhirsche, dass 50 % der Tiere lediglich angeschossen wurden und (zunächst) nicht auffindbar waren. Selbst wenn in Betracht gezogen wird, dass Wildschweine andere Fluchtdistanzen/-verhalten als Rehwild an den Tag legen, ist angesichts der Sachlage von einer untragbar hohen Verwundungsrate auszugehen. Der Schuss mit Pfeilen verzeiht nicht die geringste Zielungenauigkeit und führt oft zu Durchschüssen ohne garantierte Tötungswirkung.
Eine britische Studie über die Hirschjagd ergab, dass 11 % der von Hobby-Jägern getöteten Hirsche erst nach zwei oder mehr Schüssen starben und dass einige verwundete Hirsche mehr als 15 Minuten lang litten, bevor sie starben.
Kritiker sehen auch Risiken für Menschen: Verwundete Tiere hätten bei einem nicht tödlichen Schuss mehr Möglichkeiten, Menschen anzugreifen. Die beabsichtigten Ziele der Hobby-Jäger sind nicht die einzigen, die leiden. Jagdunfälle zerstören Eigentum und verletzen und töten Pferde, Kühe, Hunde, Katzen, Wanderer und andere Hobby-Jäger. In der Schweiz gibt es jedes Jahr Todesfälle und Hunderte von Verletzungen, die auf die Hobby-Jagd zurückzuführen sind – und diese Zahl umfasst nur die Vorfälle mit Menschen.
Die Hobby-Jagd ist grundsätzlich ungeeignet, Wildtierpopulationen natürlich zu regulieren. Im Gegenteil, die Hobby-Jäger greifen massiv in die Natur ein und unterbinden die Wirkung natürlicher Regulationsmechanismen. Im Gegensatz zu dem, was Hobby-Jäger oft zur Verteidigung ihres grausamen Zeitvertreibs sagen, hat die Jagd nichts mit Naturschutz oder Populationskontrolle zu tun. Vielmehr werden speziell Schiessgelegenheiten für die Hobby-Jäger produziert, um Wildtiere zu töten.
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Schweizer Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten laut der UNO in keinem Land der Welt so gross wie in der Schweiz.
Gerade in Bezug auf Wildschweine besagen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die Zerstörung der Sozialstrukturen durch die Hobby-Jagd letztlich einen Anstieg der Wildschweinpopulationen bedingt. Aus einer Studie geht hervor, dass die Geschlechtsreife weiblicher Wildschweine in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt und die Geburtenrate steigt.
Die kantonalen Verwaltungen, die mit der Verwaltung von Naturschutzgebieten, Wäldern, Parks und anderen öffentlichen Flächen betraut sind, werden durch die Hobby-Jagd und das Fischen finanziert, sodass das Personal der Behörden diese barbarischen und blutigen Aktivitäten oft eher fördert, als sie zu regulieren oder zu überwachen. Diese Programme führen zu Überbevölkerung und unausgewogenen Ökosystemen, indem sie die Hobby-Jagd auf bestimmte Wildtiere begünstigen. Beutegreifer wie Wölfe oder Füchse werden unwissenschaftlich terrorisiert, um Beutetiere wie Rehe und Hirsche zu vermehren, die dann die Hobby-Jagd zur Bestandskontrolle rechtfertigen soll.
Die IG Wild beim Wild appelliert, die vorliegenden wissenschaftlichen Fakten anzuerkennen, anstatt eine Jagdmethode, die längst wissenschaftlich als Tierquälerei beschrieben ist, erneut auf den Prüfstand zu stellen.
Naturkatastrophe Hobby-Jäger
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz. Die Auftragskiller schaffen seit Jahrzehnten ein ökologisches Ungleichgewicht in der Kulturlandschaft mit teils dramatischen Folgen (Schutzwald, Krankheiten, landwirtschaftliche Schäden u. v. m.). Über ein Drittel der Pflanzen, Wildtiere und Pilzarten gilt als bedroht. Die Schweiz ist europaweit beim Ausscheiden von Schutzflächen für die Biodiversität ebenfalls Schlusslicht. Es sind genau immer auch diese Kreise aus Hobby-Jägern mit ihrer Lobbyarbeit, die über die Politik, Medien und Gesetze seit Jahrzehnten dafür verantwortlich zu machen sind. Sie sind es, die zeitgemässe, ethische Tierschutzverbesserungen notorisch blockieren und den seriösen Tier- und Artenschutz sabotieren. Hobby-Jäger wehren sich regelmässig gegen mehr Nationalpärke in der Schweiz, weil es ihnen eben nicht um Natur, Biodiversität und Artenschutz oder Tierschutz geht, sondern darum, ihr perverses, blutiges Hobby zu pflegen.
Wussten Sie …
- dass in der Schweiz unschuldige Jungwölfe liquidiert werden?
- dass Hobby-Jäger bei der Beurteilung der Wildbretqualität lügen und dass verarbeitetes Wildfleisch laut der WHO wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend ist?
- dass laut Studie nirgendwo die Bleibelastung der Steinadler und Bartgeier höher ist, als in den Schweizer Alpen, wegen der Munition der Hobby-Jäger?
- dass die Waidgerechtigkeit der Hobby-Jäger dem Tierschutzgesetz diametral widerspricht, eine Fata Morgana ist?
- dass Jagd Krieg ist, wo man tierische Konkurrenten einfach liquidiert?
- dass es unzählige illegale und nicht gekennzeichnete Hochsitze in unserer Natur gibt, die zum Teil so morsch sind, dass sie eine Gefahr für Kinder darstellen, Menschen zu Tode kommen können?
- dass Jahr für Jahr unzählige Menschen durch Jägerwaffen getötet oder verletzt werden, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden?
- dass in der Schweiz jährlich rund 120’000 völlig gesunde Rehe, Hirsche, Füchse, Murmeltiere und Gämsen meist sinnlos gekillt werden?
- dass es wegen der Hobby-Jäger heute kaum mehr möglich ist, mit den Wildtieren in Harmonie zu leben, Wildtiere zu sehen?
- dass Schrotladungen Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und “geschossenen” Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die Nachsuche hinterlassen?
- dass die Behauptung der Hobby-Jäger, die grausamen Wildtier-Massaker seien notwendig, um Tierbestände zu regulieren, wissenschaftlich widerlegt sind?
- dass Hobby-Jäger offen zugeben, dass es bei der Jagd um die “Lust am Töten” und “die Freude am Beute-Machen” einer krankhaften Passion geht?
- dass Hobby-Jäger keinen sechsten Sinn haben und dennoch regelmässig behaupten, sie schössen nur kranke und schwache Tiere, was natürlich in der Praxis nicht stimmt?
- dass Hobby-Jäger ins Ausland zur Trophäenjagd fahren, fern aller Arten- und Jagdschutzbestimmungen, und dass es sogar Schweizer-Hobby-Jäger-Reiseveranstalter für solch debile Jagdvergnügen gibt?
- dass die überwiegende Mehrheit keine legitimierten Berufsjäger sind, sondern die Jagd als Hobby-, Sport- und Freizeitvergnügen ausüben, was nicht sittlich ist und eigentlich dem Tierschutzgesetz widerspricht?
- dass 99,07 % der zivilisierten Menschen in der Schweiz keine Hobby-Jäger sind, also nur 0,3 % Hobby-Jäger Freude an diesen blutigen Aktivitäten haben?
- dass diese Wildtierkiller nicht anhand wissenschaftlicher Rechtfertigungen jagen?
- dass geschützte Arten eigentlich nicht ins Jagdrecht gehören, weil Hobby-Jäger mit dem Artenschutz überfordert sind und immer wieder auf der Roten Liste stehende Tiere, wie Luchs, Wolf, Feldhase, Rebhuhn, Wachtel, usw., aus Spass abschiessen?
- dass Hobby-Jäger bestimmte Tierarten gezielt dezimieren, um keine Konkurrenz zu haben, für ihr widernatürliches Verhalten (Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögel, usw.)?
- dass das Wild stirbt, bevor der Hobby-Jäger auch nur einen einzigen Schuss abgeben kann, es dies zu verhindern gilt und das wohl der zentrale Gedanke der Hege und Pflege sowie Jagdplanungen ist?
- dass bei den Wildschweinen (und Füchsen) normalerweise nur die Leitbache Junge bekommt, aber aufgrund ihres Abschusses alle weiblichen Tiere innerhalb der Rotte sich fortpflanzen und wir auch deshalb eine Wildschweinschwemme haben?
- dass die Weidetiere – Hirsche, Rehe, usw. – ursprünglich hauptsächlich tagaktiv auf Feldern und Wiesen lebten, wie Ziegen, Schafe, Kühe, usw., und nicht im Wald?
- dass der Wolf für die Gesunderhaltung der wilden Huftiere langfristig lebenswichtig ist, weil er zum Beispiel mit unglaublicher Präzision kranke oder schwache Tiere erbeutet und dadurch den Hobby-Jägern hoch überlegen ist?
- dass Füchse nach der sinnlosen Jagd meist im Abfall landen?
- dass Füchse heute hauptsächlich gejagt werden, damit es mehr Hasen, usw. für die Hobby-Jäger in der Bratpfanne hat? Dass sich der Fuchs aber zu über 90 % nicht von Hasen ernährt, einen gesunden Hasen nie erwischt?
- dass man gegen Hobby-Jäger im Tierschutz nicht nur mit Sanftmut, Strassenfesten, Gebetsketten, usw. vorgehen kann (auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil)?
- dass Hobby-Jäger mit dem Jägerlatein eine respektlose Verhöhnung von Lebewesen betreiben?
- dass es verpönt ist, Hochwild an der Fütterung oder während der Paarungszeit zu erschiessen, der Hobby-Jäger aber keine Skrupel hat, dies beim Beutekonkurrenten Fuchs zu tun?
- dass in manchen Kantonen Hobby-Jäger nur des zarten Fleisches eines Jungtieres wegen auf die Jagd gehen?
- dass Hobby-Jäger trächtige Mutterkühe vor ihren Jungtieren erschiessen oder nur Jungtiere während der Aufzuchtzeit (Nach-Sonderjagd)?
- dass Hobby-Jäger die Umwelt, Natur, Mensch und Tier mit ihrer Munition vergiften?
- dass Bestialität, Barbarei, Grausamkeit, Blutvergiessen und sinnlose Qualen kein Kulturgut sein können in einer zivilisierten Gesellschaft?
- dass Hobby-Jäger jährlich rund 10’000 Rehkitze erschiessen?
- dass Hobby-Jäger im strengen Winter hungernde Tiere mit Futter anlocken, nur um sie hinterhältig und feige erschiessen zu können?
- dass Hobby-Jäger scharf gemachte Hunde in Höhlen hetzen, um Füchse und Dachse zu eliminieren (Baujagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Lebewesen in Kastenfallen locken, in denen sie unter Umständen tagelang leiden und auf ihren Killer warten müssen oder den Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten (Fallenjagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Wildtiere beim Schlafen oder Sonnen feige mit hochmodernen Präzisionswaffen aus dem Hinterhalt meucheln oder verletzen?
- dass Hobby-Jäger Auszeichnungen, Fellmärkte, Preisverleihungen für den Trophäenkult, Trophäenschauen, Pelzhandel, usw. unterstützen?
- dass Hobby-Jäger minderjährigen Schulkindern Schusswaffen in die Hände drücken und mit ihnen das Töten üben?
- dass Hobby-Jäger ihre qualvollen Taten oft in der Einsamkeit ausführen, was Tierquälereien fördert?
- dass Hobby-Jäger viele Wildtiere nur schwer verletzen und die Opfer oft stundenlang unter enormen Qualen und Angst leiden, bis ein Schweisshund sie findet und sie erschossen werden?
- dass Hobby-Jäger (ausser der Vivisektion) den Tieren am meisten Qualen und Missbrauch zufügen, auch durch die Art des Tötens?
- dass die jägerliche Tier- und Naturliebe sich nicht am Dasein des geliebten Objekts erfreut, sondern vielmehr darauf abziehlt, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und darin gipfelt, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen?
- dass Hobby-Jäger Verbissschäden geradezu fördern durch den Jagddruck, insbesondere auf Beutegreifer wie Fuchs, Luchs und Wolf?
- dass Hobby-Jäger für asoziales, unethisches und unchristliches Verhalten Tür und Tor öffnen?
- dass Hobby-Jäger der Bevölkerung normale natürliche Tierbeobachtungen und Interaktionen vorenthalten?
- dass es kein grösseres und mit Munition verseuchtes Quälprodukt gibt als Wildbret?
- dass es schweizweit keine einheitliche Regelung gibt, was Sehtest, Schiesspraxis, usw. der Hobby-Jäger betrifft?
- dass es keinen psychologischen Wesenstest für Hobby-Jäger gibt?
- dass es kein Alkoholverbot gibt für Hobby-Jäger, wenn sie mit ihren Waffen auf Tiere schiessen?
- dass Hobby-Jäger in schulische Einrichtungen eindringen, um ihr Jägerlatein und ihre Gewalt den Kindern aufzuschwätzen?
- dass ein Gericht in Bellinzona unlängst bestätigt hat, dass Jagdvereine praktisch alles, was grausam, unnötig und herzlos ist, fördern?
- dass der Verein «Jagd Schweiz» in erster Linie Respektlosigkeit und eine Gewaltkultur kultiviert – genau das Gegenteil, wonach ein kultivierter Mensch in unserer Gesellschaft streben sollte.
- dass allein im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und Bussen gegen Hobby-Jäger verhängt werden?
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