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Jagd

Graubünden: Gefährliche Folgen der sinnlosen Hobby-Jagd

Obwohl seit Jahrzehnten erwiesen ist, dass Füchse keine Regulierung benötigen, kümmert sich das Amt für Jagd und Blödsinn Graubünden wenig um wissenschaftliche Fakten.

Redaktion Wild beim Wild — 13. Februar 2024

Hobby-Jäger (79) erschiesst Hündin statt Fuchs

Hobby-Jäger (79) unter der Leitung vom Amt für Jagd und Blödsinn Graubünden erschoss aus seinem Haus heraus am späten Samstagabend, dem 10.2.2024, die Weimaraner-Hündin Blu, die er für einen Fuchs hielt.

Im Kanton Graubünden werden unsinniger Weise immer wieder Füchse und andere Wildtiere erlegt und auch pietätlos zur Schau gestellt.

Hobby-Jäger in Graubünden stören so mit ihren sinnfreien Jagdaktivitäten absichtlich gerne die Winterruhe aller Wildtiere und Bewohner in einem Biotop.

Schuss nach 23 Uhr in Sedrun

Die Frau führte am Samstag nach 23 Uhr auf einer Quartierstrasse in Sedrun ihren Hund aus. Plötzlich ertönte ein Schuss und der vor ihr an der Leine entlang eines Wiesenbords gehende Hund sackte zusammen. Die Besitzerin benachrichtigte die Kantonspolizei Graubünden. Diese machte in derselben Nacht einen 79-jährigen Anwohner ausfindig. Er gab zu, den Schuss abgegeben zu haben.

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Graubünden klärt die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Wildhut die genauen Umstände dieses Fehlabschusses ab, schreibt 20min.ch.

Schiessfertigkeitsnachweis ohne Alterslimit

Hobby-Jäger und Rassisten unterscheiden sich nicht wesentlich. Beide legen bei ihren diffusen Ansprüchen Wert auf eine Kultur der Gewalt. Sie haben beide ein gestörtes Weltbild, welches sie mit sekteneifriger Militanz realisieren wollen. Schaut man sich die Profile der Hobby-Jäger in den Social Medias an, strotzt es vor Konservativismus, braunem Gedankengut, Pegida, Sexismus, Rassismus, Statussymbolen, usw. Selten, dass man Menschen, die nach Höherem streben, unter Hobby-Jägern antrifft. Hobby-Jäger stellen sich zudem im offenen Feld keinem Kampf auf Augenhöhe mit dem Gegner, dazu sind sie zu feige und zu heimtückisch.

Damit solche Unfälle theoretisch auf ein Minimum begrenzt werden, müssen alle Hobby-Jäger in der Schweiz jedes Jahr ihre Schiessfertigkeit nachweisen. Auffallend ist jedoch ein Punkt: Das Programm kann beliebige Male bis zur Erfüllung wiederholt werden. Auch das Alter der Hobby-Jäger spielt keine Rolle.

Dossiers: Fuchs in der Schweiz: Meistgejagter Beutegreifer ohne Lobby | Fuchsjagd ohne Fakten: Wie JagdSchweiz Probleme erfindet

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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