26. Mai 2026, 06:09

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Jagd

Bauern gegen mehr Herdenschutz

Nach dem Scheitern des neuen Jagdgesetzes an der Urne soll eine Revision der Jagdverordnung einen leichteren Abschuss von Wölfen erlauben.

Redaktion Wild beim Wild — 7. Mai 2021

Nach dem Scheitern des neuen Jagdgesetzes an der Urne soll eine Revision der Jagdverordnung einen leichteren Abschuss von Wölfen erlauben.

SVP will tiefere Abschussschwellen

Für die SVP ist die Schadenschwelle für einen Wolfsabschuss in der Vorlage des Bundesrates zu hoch. Sie will die Schwelle von zehn Nutztierrissen innert eines Monats halbieren. Auch die neuen Anforderungen an den Herdenschutz bekämpft die SVP.

Bauernverband gegen mehr Herdenschutz

Der Schweizerische Bauernverband stösst ins gleiche Horn. Höhere Anforderungen an den Herdenschutz sind für ihn nicht akzeptabel. Der Jägerinnen- und Jägerverband Jagdschweiz begrüsst die schnelle Lösung mit der Verordnung.

Für die FDP ist die vorläufige Stärkung des Herdenschutzes zweckmässig. Die Mitte begrüsst die Vorlage, bezweifelt aber, ob die gesenkte Abschussschwelle die Wölfe auch ausreichend scheu hält.

Herdenschutz bringt Lösung

SP, Grüne, Grünliberale und die Naturschutzorganisationen setzen auf mehr Herdenschutz. In einer gemeinsamen Stellungnahme halten Pro Natura, BirdLife Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz und WWF Schweiz fest, die Vorlage erfülle den Volkswillen. Der Naturschutz vermisst in der Vorlage die Bedeutung des Wolfes für den Berg- und Schutzwald, wo der Beutegreifer durch Risse von Schalenwild die natürliche Waldverjüngung fördert.

Der Schweizer Tierschutz (STS) bezeichnet die Verordnung als «ungenügende Kosmetik».

Grüne für mehr Hirtinnen und Hirten

Die Grünen unterstützen die Vorlage in weiten Teilen. Insbesondere müsste die Behirtung der Herden mittels höherer Direktzahlungen gefördert werden. Die Grünliberalen fordern ein Ende der Hobby-Jagd auf bedrohte Tierarten wie Waldschnepfe, Birkhuhn, Alpenschneehuhn und Feldhasen. Die Änderungen in der Jagdverordnung sollen am 15. Juli 2021 in Kraft treten.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden