Steinböcke kehren ans Stockhorn zurück
Bald leben wieder Steinböcke am Stockhorn im Berner Oberland. Das Wiederansiedlungsprojekt soll die Population im Simmental stärken.
Am Stockhorn zwischen Thunersee und Simmental tummeln sich in Zukunft Steinböcke und Steingeissen.
Der Bund hat die Ansiedlung einer Kolonie am 11.2.2022 bewilligt. Die Wildtiere sollen in den bestehenden Steinbockkolonien am Brienzergrat, am Schwarzmönch im Berner Oberland und im Gebiet Aletsch-Sonnenberge-Lötschental im Wallis eingefangen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen Steinböcke aus Frankreich und Italien dazukommen, um den Genpool zu vergrössern.
Der Gesamtbestand ist im Kanton Bern über die Jahre deutlich gestiegen. Wurden im Jahr 2006 noch 973 Tiere gezählt, waren es 2020 fast 1’345.
Klappt die Neugründung mit der Ansiedlungt der Steinböcke innerhalb 5 Jahre am Stockhorn, wäre dies die vierzehnte Kolonie im Kanton. Je sieben Böcke und acht Geissen ziehen aus dem Berner Oberland und aus dem Wallis ins Voralpengebiet.
Das infrage kommende Gebiet bietet Platz für etwas mehr als hundert Steinböcke.
Die neue Steinwildkolonie kommt in einem touristisch genutzten Gebiet zu liegen. Das touristische Angebot umfasst jedoch vorwiegend naturnahe Angebote, die auf das Ruhebedürfnis der Wildtiere Rücksicht nehmen, wie aus der Bewilligung des Bundesamtes für Umwelt vom Freitag hervorgeht. Ebenso würden neu geplante touristische Angebote durch das Jagdinspektorat auf ihre Wildtierverträglichkeit geprüft, wie die Jungfrau Zeitung schreibt.
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