Auerhahn im Kanton Zug tot aufgefunden
Da menschliche Einwirkung momentan als wahrscheinlichste Todesursache gilt, wird Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Trotz eingeleiteter Schutzmassnahmen wurde gestern im Gebiet Höhronen – Gutschwald ein Auerhahn tot aufgefunden.
Die Bestände von Auerhühnern sind seit Jahrzehnten rückläufig. Gleichzeitig hat sich das Verbreitungsgebiet verkleinert. Um den Auerhuhnbestand in der Schweiz langfristig zu sichern, haben Bund und Kantone Schutzgebiete ausgeschieden. Die Tiere sind auf störungsarme, locker bestockte und reich strukturierte Nadelwälder höherer Lagen angewiesen.
Konflikte mit Freizeitnutzung haben zugenommen
Die Nutzung des Waldes als Erholungsraum hat stark zugenommen. Das Konfliktpotential ist besonders hoch, weil das Gebiet am Rande eines Erholungsschwerpunktes liegt und zwei Auerhähne ihr Balzgehabe im Umfeld von zwei Wegen aufführen. Vor Ort führt ein Rangerdienst Kontrollen durch.
Auerhahn tot aufgefunden
Am 14. Mai 2021 wurde mitten auf der Strasse ein toter Auerhahn gefunden. Die sofort herbeigerufene Wildhut stellte fest, dass das Tier vor sehr kurzer Zeit mit grosser Wahrscheinlichkeit aufgrund eines Genickbruchs gestorben ist.
Da menschliches Einwirken momentan als wahrscheinlichste Todesursache in Frage kommt, wird das Amt für Wald und Wild Anzeige gegen Unbekannt erstatten.
Offenbar sind diese Hobby-Jäger weder gut ausgebildet noch haben sie eine gesunde moralische Hygiene.
Insbesondere bei der Jagd und den Hobby-Jägern ist es elementar, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze. Die Hobby-Jagd ist seit Jahrzehnten nichts anderes als eine permanent kostenintensive Baustelle, Flickenteppich und Streitpunkt für Politik, Forst- und Landwirtschaft, Verwaltungen, Justiz, Krankenkassen, Versicherungen, Tierschutz-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Polizei, Bund, Medien, usw.
Jeder andere Verein mit so viel krimineller Energie wäre von der Bundesanwaltschaft längst ins Visier genommen worden!
Aktuelle Straftaten der Hobby-Jäger in der Schweiz sind hier gelistet: Link
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →