Alaska: Mehr Tierschutz für Wildtiere
Der National Park Service will Hobby-Jägern in Alaska verbieten, Bären mit Donuts zu ködern und in Höhlen zu erschiessen.
Grausame Jagdmethoden sollen verboten werden
Der National Park Service will Hobby-Jägern auf einigen öffentlichen Flächen in Alaska verbieten, Schwarzbären mit Donuts zu ködern und mit Scheinwerfern auf überwinternde Bären und Jungtiere in ihren Höhlen zu schiessen. Diese Techniken, die von der Trump-Administration erlaubt wurden, werden von Naturschützern als unmenschlich angesehen.
Eine von der amerikanischen Regierung vorgeschlagene neue Regelung würde es Hobby-Jägern auch verbieten, in Wolfshöhlen einzudringen, um Jungtiere zu töten. Zudem soll die Fallenjagd reglementiert werden.
Die vom National Park Service vorgeschlagene Regelung würde im Wesentlichen Beschränkungen wiederherstellen, die während der Obama-Regierung bestanden, aber unter Präsident Donald J. Trump ausgehöhlt wurden.
Nach der neuen Regelung wäre es Hobby-Jägern in Alaskas Wildschutzgebieten nicht mehr möglich, erwachsene Wölfe und Jungtiere in ihren Höhlen zu töten oder Motorboote zu benutzen, um schwimmende Karibus zu erlegen.
Sieg für die Tierrechte
Diese und andere Methoden, die von Tierschützern als grausam verurteilt werden, wurden 2015 auf Bundesland verboten, sind aber seit 2020 auf Millionen von Hektar Wildnis in Alaska erlaubt.
«Dieser Vorschlag würde das Risiko verringern, dass Bären die Nahrung an den Köderstationen mit dem Menschen in Verbindung bringen und sich daran gewöhnen, vom Menschen produzierte Nahrung zu essen, wodurch die öffentliche Sicherheit gefährdet würde», so der National Park Service.
«Wir argumentieren seit langem, dass unsere Regierung die wertvollen Wildtiere unserer Nation schützen muss und nicht Hand in Hand mit Trophäenjägern arbeiten darf, um einige der rücksichtslosesten Tötungsmethoden zu sanktionieren, die auf wehrlose Tiere abzielen», sagte Kitty Block, Präsidentin der Humane Society of the United States.
Sara Amundson, Präsidentin des Humane Society Legislative Fund, bezeichnete die neue Regelung als «einen Sieg für Alaskas ikonische Wildtierarten». «Bären zu ködern, nur um sie wegen eines Haufens Donuts zu erschiessen, ist einfach falsch», sagte sie.
Langwieriger Rechtsstreit
Die Trump-Administration hatte der Ausweitung der Jagdrechte auf Bundesland Priorität eingeräumt. Donald Trump Jr., ein begeisterter Hobby-Jäger, setzte sich für die Trophäenjagd ein. Im Jahr 2020 versteigerte der Safari Club International, der die Grosswildjagd fördert, eine einwöchige «Traumjagd» durch Alaska mit dem Sohn des Präsidenten.
Viele Befürworter der Hobby-Jagd und führende Politiker des Bundesstaates Alaska erklärten, sie betrachteten die Beschränkungen der Obama-Ära als Eingriff in die Rechte des Bundesstaates. Die neue Regelung wird wahrscheinlich einen bereits langwierigen Rechtsstreit fortsetzen. Eine Koalition von Naturschutzverbänden hat die Regierung wegen der Politik der Trump-Administration bereits 2020 verklagt.
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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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