15. Juni 2026, 20:11

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Jagd

Zernez: Vermisster Hobby-Jäger leblos aufgefunden

In Zernez ist in der Nacht auf Montag ein vermisster Hobby-Jäger leblos aufgefunden worden. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft klärt die Kantonspolizei Graubünden den Umstand des Todesfalls ab.

Redaktion Wild beim Wild — 16. September 2024

Der 33-Jährige hatte sich um 22.30 Uhr aus der Jagdhütte im Gebiet Alp Munt nach draussen begeben.

Als er nach einiger Zeit nicht zurückkehrte, alarmierten die beiden Kollegen die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden und begannen zu suchen.

Kurz nach 1 Uhr morgens wurde der vermisste Hobby-Jäger in steilem Gelände leblos aufgefunden.

Jagd ist immer auch eine Form von Krieg gegen Lebewesen, wo die negativen Eigenschaften im Menschen aufleben. Wildtiere leben in einer Landschaft der Angst. Aus Angst vor Hobby-Jägern haben viele Wildtiere ihren natürlichen Lebensraum dauerhaft verlassen. Sie meiden freie Felder und leben verstärkt im Schutz des Waldes. Der Rückzug in den Wald verstärkt sich während der Jagdsaison. Die Jagd trägt also wesentlich dazu bei, dass Wildtiere in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und ihnen weniger Lebensraum zur Verfügung steht und so übermässige Schäden an den Kulturen entstehen können.

Man weiss heute, dass es in Graubünden und anderswo in erster Linie wie in einem Reisebüro ums Organisieren von attraktiven Jagden geht, welche vom Amt für Jagd und Blödsinn in Graubünden geplant werden.

Die Anzahl Verstösse gegen die Jagdgesetzgebung und die zahlreichen Anzeigen an die Kreisämter sprechen eine deutliche Sprache der kriminellen Energie. Die Hobby-Jagd ist schlichtweg kriminell. Nur ist unser Rechtssystem bislang nicht so weit, das im Strafrecht zu berücksichtigen.

Bei der Suchaktion im Einsatz standen sechs Bergretter, ein Rettungsspezialist Helikopter und ein Einsatzleiter Unfallplatz des SAC, eine Rega-Crew und mehrere Spezialisten der Kantonspolizei Graubünden. Für die Betreuung der Angehörigen wurde das Care Team Grischun aufgeboten.

Es braucht laut der IG Wild beim Wild jährlich medizinisch-psychologische Gutachten für Hobby-Jäger nach dem Vorbild von Holland sowie auch eine Altersbegrenzung nach oben. Die grösste Altersklasse bei den Hobby-Jäger sind, 65+, jene mit Alters-, Denk-, Seh-, Konzentrations- und Reaktionsschwächen sowie Ausbildungs- und Trainingsdefiziten. Ab dem 45. Lebensjahr steigt die Zahl der Unglücke dramatisch an. Die erschreckenden Meldungen über Jagdunfälle und tödliche Straftaten mit Jägerwaffen zeigen: Es wird höchste Zeit für die Abschaffung der Hobby-Jagd! Tödliche Schusswaffen gehören nicht in die Hände von senilen Hobby-Jägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können!

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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