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Wildtiere

Wildschweine meiden Zentralschweiz

Die Wildschweinbestände in der Schweiz nehmen stetig zu. Die nachhaltige Regulation der Wildschweinbestände ist eine der grössten Herausforderungen der heutigen Jagd. Dadurch sollen die Schäden in der Landwirtschaft tragbar bleiben.

Redaktion Wild beim Wild — 24. Januar 2023

Vor 150 Jahren lebten in der Schweiz keine Wildschweine mehr.

Aufgrund der grossflächigen Abholzung und Übernutzung der Wälder im 19. Jahrhundert oder der freiheitlichen Volksjagd verschwanden die Wildtiere in ganz Europa. Im 20. Jahrhundert eroberten sich die Wildschweine weite Teile ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets zurück.

Das Wildschwein ist zurück

In der Schweiz besiedeln Wildschweine heute wieder Teile des Tessins und des Rhonetals, haben sich insbesondere entlang des Jurabogens und im Mittelland stark ausgebreitet. Bedingt durch die menschlichen Aktivitäten in der Natur, insbesondere der Hobby-Jagd, haben sich die Wildschweine angepasst, sind meist nachtaktiv geworden und halten sich störungsbedingt oft in Dickungen und im Wald auf.

Die Jagdstatistik zeigt, dass die Abschusszahlen in den letzten zehn Jahren gesamtschweizerisch immer bei mindestens 6’000 Tieren lagen und 2019 und 2021 gar eine Rekordzahl von fast 13’000 Abschüssen erreichten.

Bestand nimmt zu, aber nicht überall

Der Wildschweinbestand ist gewachsen, allerdings nur in den bereits besiedelten Gebieten. Man kann praktisch nicht feststellen, dass Wildschweine neue Gebiete wie die Zentralschweiz besiedeln.

Verbreitung von Wildschweinen in der Schweiz
Verbreitung von Wildschweinen in der Schweiz (in orange: Daten vor 2000, in rot: Daten nach 2000) [Laurent Guignard, CSCF]

Schwierige Hobby-Jagd

Die heutige Hobby-Jagd zerstört das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere und führt zu verstärkter Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle.

Ein ausgebildeter Wildhüter im Kanton Genf braucht einen Bruchteil der Zeit eines Hobby-Jägers und ist auch der bessere Schütze. Wildhüter veranstalten auch keine tierquälerischen Treib- und Drückjagden mit bellenden Jagdhunden.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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