Von Amtsmissbrauch bis Tierquälerei
Auslöser war Kritik aus der Hobby-Jägerschaft zur gelebten Jagdpraxis und gegenüber der Jagdverwaltung.
Eine Delegation der Standeskommission hat am 8. Juni 2021 mit der Hobby-Jägerschaft von Appenzell I.Rh. eine Aussprache geführt.
24 Vorwürfe gegen den Wildhüter
Schon seit einiger Zeit bestehen unter der Hobby-Jägerschaft und zwischen einem Teil der Hobby-Jägerschaft sowie der Jagdverwaltung Spannungen. In einem Schreiben an den Kanton warfen zwei der fünf freiwilligen Jagdaufseher dem Innerrhoder Jagdverwalter und Wildhüter unter anderem Amtsmissbrauch und Tierquälerei vor. 24 Vorwürfe sind es an der Zahl.
Die Standeskommission hat die 24 aufgeführten Fälle durch einen externen Gutachter abklären lassen. Der externe Gutachter gelangte zum Schluss, dass keinerlei strafbare Handlungen oder fachliche Versäumnisse bestehen.
U. N. ist Wildhüter und Jagdverwalter zugleich. Hier müssen wir uns überlegen, ob es nicht besser wäre, diese Funktionen auf zwei Personen aufzuteilen.
Landammann Roland Dähler
Strafanzeigen und Amtsgeheimnis
Update 18.12.2021: Gegen Bauherr Ruedi Ulmann und gegen den Jagd- und Fischereiverwalter sind Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Zur Prüfung der Vorwürfe hat die Standeskommission einen ausserordentlichen Staatsanwalt eingesetzt. Die Standeskommission hat beschlossen, die beiden Betroffenen bezüglich der gegen sie erhobenen Vorwürfe vom Amtsgeheimnis zu entbinden.
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