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Von Amtsmissbrauch bis Tierquälerei

Auslöser war Kritik aus der Hobby-Jägerschaft zur gelebten Jagdpraxis und gegenüber der Jagdverwaltung.

Redaktion Wild beim Wild — 10. Juni 2021

Eine Delegation der Standeskommission hat am 8. Juni 2021 mit der Hobby-Jägerschaft von Appenzell I.Rh. eine Aussprache geführt.

24 Vorwürfe gegen den Wildhüter

Schon seit einiger Zeit bestehen unter der Hobby-Jägerschaft und zwischen einem Teil der Hobby-Jägerschaft sowie der Jagdverwaltung Spannungen. In einem Schreiben an den Kanton warfen zwei der fünf freiwilligen Jagdaufseher dem Innerrhoder Jagdverwalter und Wildhüter unter anderem Amtsmissbrauch und Tierquälerei vor. 24 Vorwürfe sind es an der Zahl.

Die Standeskommission hat die 24 aufgeführten Fälle durch einen externen Gutachter abklären lassen. Der externe Gutachter gelangte zum Schluss, dass keinerlei strafbare Handlungen oder fachliche Versäumnisse bestehen.

U. N. ist Wildhüter und Jagdverwalter zugleich. Hier müssen wir uns überlegen, ob es nicht besser wäre, diese Funktionen auf zwei Personen aufzuteilen.

Landammann Roland Dähler

Strafanzeigen und Amtsgeheimnis

Update 18.12.2021: Gegen Bauherr Ruedi Ulmann und gegen den Jagd- und Fischereiverwalter sind Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Zur Prüfung der Vorwürfe hat die Standeskommission einen ausserordentlichen Staatsanwalt eingesetzt. Die Standeskommission hat beschlossen, die beiden Betroffenen bezüglich der gegen sie erhobenen Vorwürfe vom Amtsgeheimnis zu entbinden.

Happige Vorwürfe gegen Innerrhoder Jagdverwalter

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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