USA: Wolfspopulation bleibt trotz Jagdverbot stabil
Eine Wolfserhebung in Michigan zeigt: Die Population bleibt auch ohne Bejagung stabil. Die Ergebnisse widerlegen die Notwendigkeit der Hobby-Jagd.
631 Wölfe in Michigan
Wildtierbiologen des Michigan Department of Natural Resources haben am 17.1.2023 die Ergebnisse der jüngsten Wolfserhebung in Michigan veröffentlicht.
Die Anfang 2022 durchgeführte Erhebung zeigt, dass die Wolfspopulation in der oberen Halbinsel stabil bleibt, wie schon seit mehr als einem Jahrzehnt.
«Diese Ergebnisse zeigen einen anhaltenden Trend der statistischen Stabilität, was darauf hindeutet, dass die Grauen Wölfe ihre biologische Tragfähigkeit auf der oberen Halbinsel erreicht haben könnten», sagte Cody Norton, der Wolfsspezialist des MDNR.
Die Mindestschätzung der Wolfspopulation aus der Erhebung von 2022 liegt bei 631 Wölfen, plus/minus 49 Wölfe. Es wurde eine Gesamtzahl von 136 Rudeln mit einer durchschnittlichen Anzahl von 4,5 Individuen pro Rudel geschätzt. «Alle Schätzungen seit 2011 haben sich statistisch nicht unterschieden», sagte Norton. Die Hobby-Jagd als Populationskontrolle ist nicht nötig.
Tendenzielle Ergebnisse
Die Wolfspopulation in der oberen Halbinsel wuchs von 1989 bis 2011 weitgehend kontinuierlich. Seit 2011 ist die Mindestschätzung stabil geblieben und schwankt zwischen 618 und 695.
Änderung des rechtlichen Status
Der rechtliche Status von Wölfen hat sich sowohl auf Bundes- als auch auf Staatsebene mehrfach geändert. Unabhängig von den Änderungen haben die Wölfe in Michigan seit 22 Jahren die bundes- und landesweiten Ziele für die Bestandserholung übertroffen.
Graue Wölfe stehen derzeit auf der Bundesliste der bedrohten und gefährdeten Arten. Folglich dürfen sie nicht legal getötet werden, es sei denn, sie dienen der Verteidigung des menschlichen Lebens. Mehr zum Thema Wolfsschutz und Wildtiere.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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