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In einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner kritisieren 16 Tier- und Naturschutzorganisationen den aus ihrer Sicht verfassungswidrigen Entwurf zur Novellierung vom Bundesjagdgesetz. Die Tierschützer fordern das Bundesministerium auf, den Tierschutz bei den Überlegungen mit einzubeziehen und Alternativen zum erhöhten Abschuss von Rehen und anderen Wildtieren in Erwägung zu ziehen.

Auf vielen Flächen tummeln sich heute etwa ein Drittel weniger Insektenarten als noch vor einem Jahrzehnt. Dies geht aus einer Untersuchung mit Beteiligung der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL und unter Koordination der Universität Bern hervor. Vom Artenschwund betroffen sind vor allem Wiesen, die sich in einer stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung befinden – aber auch Wald- und Schutzgebiete.

Jäger beschreiben die Jagd als grosse Leidenschaft, die eine starke Faszination ausübt. Im Wort Leidenschaft klingt der Beilaut von etwas Zerstörerischem und Leiden-Schaffendem mit. Bei der Jagd geht es um entfesselte Gier, Egoismus, Gewalt und Selbstdarstellung – keine Tugenden, sondern Unkultur und Tierquälerei.

Es gibt Befürworter der Freizeitjagd, Gegner der Freizeitjagd und Leute, die nichts über die Jagd wissen und denen sie egal ist. Zu viele neigen dazu, sich den Argumenten der Freizeitjäger und deren Hege und Pflege anzuschliessen, sollte man sie nach ihrer Meinung fragen. Das liegt zum einen an der leider weit verbreiteten Expertengläubigkeit: Wenn jemand behauptet, für etwas Experte zu sein, dann wird ihm meistens alles geglaubt, was er sagt, und wer wäre ein grösserer Jagdexperte als ein Hobby-Jäger?

Im Schweizer Wald wurden 2018 rund 700 Kilogramm hochtoxische Insektizide auf gefällte Stämme gespritzt. Dies zeigen Recherchen der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU). Müsste der Wald nicht als Holzlager herhalten, wäre der Gifteinsatz unnötig, wie das Beispiel Glarus zeigt. Die AefU fordern ein Verbot der Giftkeule im Wald.

Das Tier des Jahres 2019 ist trächtig. Bis der Nachwuchs der „Familie Reh“ geboren wird, dauert es noch gut vier Monate. „Rehmütter tragen über den Winter ein kleines Geheimnis mit sich herum – sie sind nur ein bisschen schwanger„, sagt Eva Goris. „Denn obwohl die Befruchtung und Einnistung des Eis in der Gebärmutter bereits im letzten Sommer erfolgt war, tat sich in puncto Wachstum und Entwicklung nichts! Das Phänomen der sogenannten Eiruhe ist ein Trick der Natur, um den Nachwuchs vor der kalten, nahrungsarmen Jahreszeit zu bewahren.“ Erst im Dezember – also gute fünf Monate nach der Paarung – ist die Eiruhe beendet und der Nachwuchs wächst plötzlich in der Gebärmutter weiter.