Strafanzeige wegen Abschuss einer Wölfin
In Niedersachsen wird eine Wölfin mit behördlicher Genehmigung getötet. Tierschutzorganisationen erstatten Strafanzeige. Der Fall ist umstritten.
In der Nacht auf den 11. Februar wurde in der niedersächsischen Region Osnabrück-Emsland ein Wolf mit Genehmigung des Landes getötet.
Falsches Tier erschossen
Bei dem erschossenen Tier handelt es sich um eine Wölfin. Die Ausnahmegenehmigung bezog sich jedoch auf ein männliches Tier. PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet.
Wölfe sollen nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung sterben, damit Schäfer keine finanziellen Einbussen haben. Dem Schützen ist sofort die Jagderlaubnis zu entziehen, da er offenbar nicht in der Lage ist, eine Fähe von einem Rüden zu unterscheiden.
Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA
Hobby-Jägerschaft betrachtet Wölfe als «Konkurrenten»
Die Hobby-Jägerschaft behauptet, dass heimischen Wildtieren natürliche Feinde wie der Wolf fehlen würden, während sie eben diese selbst töten. Beutegreifer werden von der Hobby-Jägerschaft vielfach als Konkurrenz angesehen und verfolgt.
128 Wolfsrudel in Deutschland
Nachdem die Hobby-Jägerschaft Wölfe erstmals ausgerottet hatte, dauerte es über 100 Jahre, bis sie sich wieder in Deutschland ansiedelten. Mittlerweile leben hierzulande 128 Wolfsrudel. Norwegische Forschende kamen zum Ergebnis, dass gesunde Wölfe gewöhnlich keine Gefahr für Menschen sind.
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