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Skandal: Lorenz Hess verschweigt erneut Mandat

Pöstli-Jäger und Mitte-Politiker Lorenz Hess hat erneut ein neues Amt nicht deklariert.

Redaktion Wild beim Wild · 30. April 2025
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«Der grüne Filz»

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Lorenz Hess ist eines der Parlamentsmitglieder mit den meisten Nebenämtern.

Laut Recherchen von Lobbywatch vereint er ein Dutzend Mandate in der Gesundheitsbranche. Sein Salär – 2023 waren es 166’750 Franken – sei die Entschädigung für sein Mandat als VR-Präsident der Visana Gruppe als Ganzes.

Unter anderem verdient er neben der Entschädigung als Parlamentarier, im Durchschnitt bezieht ein Nationalrat heute 132’500 Franken im Jahr, auch Geld als Präsident der Informationsgruppe Erfrischungsgetränke. Denn die Lobbyorganisation von Rivella, Red Bull und Coca-Cola in der Schweiz wehrt sich gegen stärkere Regulierung von Süssgetränken. Er ist Mitglied des Beirats von Gastro Suisse, Zürich u.v.m.

Wie bei der Hobby-Jagd steht offenbar Quantität statt Qualität an erster Stelle.

Der Stimmbürger hat ein Recht auf Auskunft über die Mandate seines Vertreters im Bundeshaus. Es ist wichtig, Transparenz zu gewährleisten.

Trotz seines hohen Einkommens geht er auf die Bevölkerung los, um für sich Spenden zu sammeln. Ich brauche Ihre Unterstützung, steht auf seiner Webseite. «Ohne Sie geht es nicht: Mein Wahlkampf für den Stände- und Nationalrat braucht Unterstützerinnen und Unterstützer.»

Bereits 2018 schreibt der Beobachter: «Gesamthaft hat Hess zwölf Tätigkeiten nicht vorschriftsgemäss deklariert. Darunter auch seine eigene PR- und Consulting-Firma, die Hess Advisum GmbH. Weshalb Hess nur neun von 21 Tätigkeiten offenlegt, bleibt sein Geheimnis.»

Sowohl die Hobby-Jagd als auch das Gesundheitswesen sind in einer argen Schieflage. Das verwundert die IG Wild beim Wild überhaupt nicht. Lorenz Hess ist auch Präsident des Berner Jägerverbandes.

Gut, dass es nicht nur Jagdkritiker gibt, die mit ihren Mitteln diesem Hobby-Jäger auf die Finger schauen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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