Rumänien will jährlich bis zu 426 Bären töten
Rumänien will jährlich bis zu 426 Bären töten, dreimal mehr als im Vorjahr. Rund 7’500 Bären leben laut Umweltministerium im Land.
Dreimal so viele Bären töten
Die rumänische Regierung hat vorgeschlagen, jährlich bis zu 426 Bären zu töten, im Vergleich zu 140 im Vorjahr. Derzeit leben schätzungsweise 7’500 bis 8’000 Bären in Rumänien. Neben technischem Fachpersonal sollen auch Hobby-Jäger die Wildtiere erschiessen dürfen.
Freibrief für Trophäenjagd?
Umweltgruppen kritisierten den Vorschlag als Freifahrtschein für die eigentlich verbotene Trophäenjagd. «Der jetzige Vorstoss sei ein zynischer Vorschlag, das Bärenmanagement durch kommerzielle Hobby-Jagd zu ersetzen», erklärte Greenpeace Rumänien. Rumänien hat die grösste Bärenpopulation in der EU. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle. Mehr zum Thema Artenschutz und Jagdgesetz.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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