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Kriminalität & Jagd

Mutmassliche Wilderei eines Luchses im Aargau

Strafanzeige gegen Unbekannt nach Fund eines toten Tiers in Schinznach.

Redaktion Wild beim Wild — 21. März 2025

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) reicht bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen eine unbekannte Person ein.

Die Strafanzeige erfolgt basierend auf dem Autopsiebericht des Instituts für Tierpathologie der Universität Bern (ITPA) über einen Luchs, der tot im Wald gefunden wurde. Die Untersuchung hat ergeben, dass das Tier wahrscheinlich durch ein Geschoss getroffen wurde.

Metallsplitter im Körper des Luchses gefunden

Die Sektion Jagd und Fischerei der Abteilung Wald im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat aufgrund einer Meldung durch eine Privatperson am Montag, 17. März 2025, den Kadaver eines Luchses in Schinznach geborgen.

In Übereinstimmung mit der Vollzugshilfe des Bundes für das Management des Luchses in der Schweiz (Konzept Luchs Schweiz) wurde der tote Luchs umgehend zur Untersuchung an das Institut für Tierpathologie der Universität Bern (ITPA) gebracht. Die illegale Tötung ist die grösste Bedrohung für Luchse.

Der gefundene Kadaver lag bereits länger am Fundort, weshalb Teile des Tieres durch Aasfresser genutzt wurden. Bei der Autopsie des noch vorhandenen Kadavers wurden Metallsplitter im Körper gefunden, die vermutlich von einer Kugel stammen. Dementsprechend wurde das gefundene Tier vermutlich illegal getötet. Der Luchs ist eine streng geschützte Art und dessen Wilderei ist ein Vergehen, das von Amtes wegen verfolgt wird. Das BVU reicht bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt ein. Mehr zu Kriminalität im Umfeld der Hobby-Jagd.

2009 wurde der erste Luchs nach dessen Ausrottung im Kanton Aargau nachgewiesen. Seither haben sich die Luchse im Fricktal etabliert. In den letzten Jahren wurde wiederholt die Reproduktion von Luchsen dokumentiert.

Zeugenaufruf

Personen, die Angaben zum Fall oder Hinweise zur Ermittlung der Täterschaft machen können, melden sich bei der Fachstelle für Umwelt- und Tierdelikte (Telefon 062 886 88 88 oder umweltundtier@kapo.ag.ch) oder bei jedem anderen Polizeiposten der Kantonspolizei Aargau.

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