Law & Order

Schlag gegen illegale Vogeljagd in Venezien

Polizei überführt 22 Wilderer. 961 tote Tiere, Waffen, Rupfmaschinen und 6.400 Schuss Munition bei Razzien sichergestellt.
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Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) und eine Sondereinheit der italienischen Polizei sind in den letzten 10 Tagen gemeinsam gegen die illegale Jagd und den Handel mit Zugvögeln in der Region Venezien vorgegangen.

Schwerpunkt der Kontrollen waren die Lagunen südlich von Venedig, in denen zur Zeit Hunderttausende Wasservögel aus Nord- und Mitteleuropa überwintern. Wie das Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, wurden bei der Aktion 22 Jäger auf frischer Tat beim Abschuss geschützter Arten oder bei der Jagd mit verbotenen Lockanlagen erwischt. Außerdem wurden 21 Schrotflinten, 6.400 Schuss Munition, neun verbotene elektronische Lockanlagen und drei professionelle Geflügelrupfmaschinen sichergestellt.

In einer von den kontrollierten Wilderern belieferten Metzgerei in Padua wurden bei einer Durchsuchung 961 gefrorene Wildvögel beschlagnahmt, darunter Schnatterenten, Tafelenten, Krickenten Spießenten, Löffelenten und Blässgänse. Gegen die Verdächtigen wurden Strafverfahren wegen Wilderei, dem Besitz nicht registrierter Schusswaffen sowie wegen Verstoß gegen die Vermarktungsverbote eingeleitet.

Experten des Komitees (CABS) hatten in den Wochen vor der Aktion tagelang von Schlauchbooten aus Beweise gegen Wilderer gesammelt und anschließend Beamte der Carabinieri zu deren Schießhütten geführt. Bei der Aktion handelt es sich um den bisher größten Einsatz gegen die Wilderei in der schwer zugänglichen Lagunenlandschaft, die als Rast- und Überwinterungsgebiet von internationaler Bedeutung für den Naturschutz ist. Komiteevorsitzender Heinz Schwarze dankte den beteiligten Behörden für die gute Zusammenarbeit und kündigte weitere Einsätze in Venezien an.

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