Kunterbunt

Tirol: Geballte, doppelte Gewalt

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Die Behörde in Tirol drohte, kam und tötete. Im kleinen Ort Kaisers wurden 33 Tiere der Tierart Rotwild in einem sogenannten Regulierungsgatter erschossen. Regulierung versachlicht und euphemisiert den brutalen Akt der Gewalt gleichermassen.

Die Tiere hatten keine Chance auf Entkommen, nachdem sie im harten Winter mit Futter in das Gatter gelockt wurden. Die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache. 45 Minuten lang haben die Rothirsche panisch und verzweifelt versucht, um ihr Leben zu rennen. An den Zäunen des Gatters ist ihr Blut zu sehen, im Vordergrund ein Tier mit einem zerschossenen Kiefer und auch sonst Einschüsse an vielen Körperstellen, die die Körper regelrecht zerfetzt haben.

45 Minuten wurde auf alle Tiere in Kaisers eingeschossen.  Teilweise erlitten sie Kieferbrüche und offene Verletzungen bei dem Versuch zu flüchten.

Eine Bürgerinitiative hatte versucht, die Gewalt der Behörde zu verhindern. Ohne Erfolg. Das Veterinäramt argumentiert mit dem Schreckensbild TBC und spricht von notwendigen Massnahmen (bei einer Prävalenz von 2 % !).

Ein solches Vorgehen in Tirol ist entsetzlich und entbehrt jeglichem Mitgefühl. Es wäre interessant zu erfahren, wer die Schützen waren, da sich offenbar grosse Teile der Jägerschaft geweigert haben, bei dem Massaker mitzumachen.

Für die armen Tiere hingegen gibt es keine Hilfe mehr. Bleibt nur zu hoffen, dass sich in Zukunft Vereine und tierfreundliche Menschen zusammenschliessen, um Tötungsanordnungen wie diese zu verhindern.

In Kaisers ist die Betroffenheit unter den Bewohnern gross. „Erschreckend ist, wie sie getötet wurden. Dass sie panisch 45 Minuten herumgesprungen sind und gegen die Zäune gelaufen sind, sodass es sie zerfetzt hat. Was ist ‚nicht schonend‘, wenn so etwas ‚schonend‘ ist?“, fragte eine aufgebrachte Gemeindebürgerin.

Martin Moosbrugger, Jäger aus Steeg, erzählte, dass 45 Minuten lang auf das Rotwild geschossen wurde. „Dann sind der Hegemeister, der Bürgermeister und ich hinein. Zuerst wollten sie es uns verwehren, dann sind wir aber hineingekommen. Ein Kalb hat noch gelebt, das hat der Bürgermeister gefilmt. 17 Stück sind im Eck drinnen gelegen, ein Tier hat sich den ganzen Äser (Maul, Anm.) weggerissen, als es ins Gatter gesprungen ist. Ein Tier hat fast keine Haare mehr gehabt, weil alle draufgetrampelt sind. Sie haben 45 Minuten lang ein Massaker aufgeführt, das ist nicht tierschutzgerecht.

8 Kommentare

  1. Hagen Jenter

    Die in Deutschland publizierte Jägerzeitung Wild und Hund schreibt zu diesem Vorfall: „Kaisers/Tirol: Behörde metzelt Wild im Gatter nieder“.
    Was für eine Heuchelei !
    Jagdgatter sind in Deutschland fast in jedem Bundesland erlaubt und auch weit verbreitet.
    Zitat jagdrechtsblog.org: „Die genaue Zahl von bestehenden Jagdgattern in Deutschland ist zwar nicht bekannt, aber man schätzt sie auf ca. 6000 mit ca. 100.000 Wildtieren.“
    https://jagdrechtsblog.com/jagdgatter-weidgerechte-jagd-oder-schiesskino/

    Wenn ich mich anschaue wie die Bevölkerung in Tirol auf so eine „unglaubliche Schweinerei“ reagiert, und weiß dass sowas in Deutschland seit langem völlig „normal“ ist und Jahr für Jahr tausendfach vorkommt, dass damit richtig Geld verdient wird, während andere „eine große Strecke“ für Ihr Geld legen können, dann muss ich mich doch fragen: Was stimmt mit den Deutschen Jägern und den Gesetzgebern in Deutschland nicht?
    Was mich auch interessieren würde ob bei solchen Gatterjagden in Deutschland auch Östterreichische Jäger anheuern? Vielleicht sogar welche von denen die sich hier davon distanzieren?

  2. Renate Reisinger

    Ok, wenn nicht Jäger , wer hat geschossen? Es dürfen ja nur jene Schiesen mit Erlaubnis wie Jäger oder Tierärzte um zu Betäuben oder die Polizei bei Gefahr.
    ICH WÜNSCHE MIR GERECHTIGKEIT ! INFORMATION WER ES GETAN HAT UND VOR ALLEM WELCHE STRAFE ES VON DENEN DIE ES ANGEORDNET UND DIEJENIGEN DIE DIESES MASSAKER DURGEFÜHRT HABEN. HOFFENTLICH GIBT ES GERECHTIGKEIT FÜR DIE ARMEN TIERE!!

  3. So eine Entscheidung von Behördenseite gehört nicht nur bestraft, sondern die Verantwortlichen gehören unverzüglich aus dem Dienst entlassen! Solche Kreaturen sind fähig in Zukunft das selbe mit überzähligen Menschen zu machen. Die Tiere haben mein tiefstes Mitgefühl und die Mörder sollen eine entsprechende Strafe bekommen und das noch in diesem Jahr. Deren Jägerpatente haben sie auf Lebzeiten verwirkt, ebenso deren Waffen müssen unverzüglich eingezogen werden. Schickt dieses Massaker allen Tierschutzorganisationen und Medien zur Veröffentlichung, danke.

  4. Stengele, Otto

    Wer eine solche kriminelle und psychopathische Schandtat anordnet oder durchführt, hat keinerlei Respekt vor der Natur- oder Tierwelt und gehört lebenslang hinter Gitter!

  5. Reisinger

    EIN MASSAKER SCHLIMMSTER ART UND DIES IN UNSEREN LAND!
    EINE SCHANDE FÜR DIE GANZE JÄGERSCHAFT IN TIROL! ERBÄRMLICH DEN TIEREN AUF DIESE WEISE SO WAS ANZUTUN! ICH SCHÄME MICH DIESER ART SPEZIS ANZUGEHÖREN!
    EINFACH NUR ABARTIG, WIEDERLICH UND HIRNLOS!!! IHR WERDET ES ZU SPÜREN BEKOMMEN DIE DABEI WAREN. IHR WERDET DARAN DENKEN WAS IHR VOLLBRACHT HABT!!!DIE STRAFE DAFÜR WIRD EUCH IN DIESEM LEBEN EINHOLEN

  6. Sonja Burtscher

    Wenn diese Tierquälerei in Österreich nicht bald aufhört, werden meine Freunde, Bekannten und meine Wenigkeit sehr genau überlegen, ob wir unsere Stimmen bei den nächsten Wahlen anderweitig vergeben!

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