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Tierrechte

Abscheuliche Tierquälerei für Parmesan-Käse

Undercover-Aufnahmen zeigen grausame Zustände in der Grana-Padano-Produktion. Kälber werden misshandelt und unter katastrophalen Bedingungen gehalten.

Redaktion Wild beim Wild — 1. Oktober 2021

Grana Padano ist der weltweit am meisten konsumierte Käse mit der geschützten Ursprungsbezeichnung PDO (Protected Designation of Origin).

129 Erzeuger, 153 Reifungsbetriebe und 160 Verpackungs- und Reibebetriebe sind geografisch auf die Regionen Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Trentino-Südtirol und Piemont verteilt. Die Schweiz ist mit 124’116 Einheiten ein wichtiges Exportland.

  • Grana Padano
  • Kälber Grana Padano
  • Kälber Grana Padano

Tierquälerei dokumentiert

Nach der Veröffentlichung einer ersten Untersuchung veröffentlicht Essere Animali ein neues Video, das in einem anderen Betrieb gedreht wurde. Das Filmmaterial zeigt tote Kälber und deckt schwerwiegende hygienische und sanitäre Vernachlässigungen durch die Betriebsleitung auf.

Unsere Untersuchungen haben leider gezeigt, dass es sich bei den Missständen in den Massentierhaltungsbetrieben nicht um Einzelfälle handelt. Die Tiere werden gezwungen, in Gehegen zu leben, die überflutet oder so mit Exkrementen bedeckt sind, dass sie sich kaum bewegen können. Auch die Kälber werden in einer unhygienischen Umgebung geboren.

Simone Montuschi, Vorsitzender von Essere Animali

Forderungen an die EU

Essere Animali und Eurogroup for Animals fordern eine Überarbeitung der geltenden EU-Tierschutzvorschriften, um den Kontakt zwischen Kalb und Muttertier für mindestens acht Wochen nach der Geburt zu ermöglichen und Unterkünfte bereitzustellen, die den Verhaltensbedürfnissen der Kälber entsprechen.

«Diese jüngste Untersuchung beweist zum wiederholten Mal, dass in den meisten Milchviehbetrieben die grundlegenden Tierschutzvorschriften nicht eingehalten werden, sondern dass Kälber und Kühe im Gegenteil wie blosse Handelsware behandelt werden», kommentierte Reinke Hameleers, CEO der Eurogroup for Animals.

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