Tessin: Ermittlungen gegen mehrere Hobby-Jäger
Im Tessin wird gegen mehrere Hobby-Jäger ermittelt. Die Verstösse reichen von illegalen Abschüssen bis zu verbotenen Waffen.
Ein schwerwiegender Fall von Wilderei im Kanton Tessin, den die Ermittler noch untersuchen.
Die Nachricht kommt nur wenige Tage nach Ablauf der Hochjagd und betrifft vorallem die Wälder des Valle Maggia.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Gruppe von Personen (nach unseren Informationen sollen es mindestens vier sein) aus den Regionen Locarnese und Vallemaggia, die nachts mit Nachtsichtgeräten und speziell modifizierten Schusswaffen ausgerüstet in den Wäldern auf die Jagd gingen.
Auf diese Weise sollen sie mehrere Wildtiere, darunter Hirsche, Rehe, aber auch Dachse getötet haben, die bei einer Hausdurchsuchung von der Polizei gefunden wurden.
Eine beträchtliche Beute, die die Polizei bei Kontrollen der Beteiligten fanden, die auch bei der Staatsanwaltschaft wegen der Verwendung und des Besitzes von unerlaubter Jagdausrüstung angezeigt wurden.
Trophäen und kiloweise verpacktes Fleisch wurden offensichtlich ebenso beschlagnahmt wie Gewehre und Munition, schreibt laregione.ch
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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