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Wildtiere

Illegaler Tiertransport: Zebras und Affen an Grenze gestoppt

Die beiden 23 und 31 Jahre alten Fahrer konnten den Angaben zufolge keine vollständigen Transportpapiere vorweisen oder belegen, woher die Tiere stammen.

Redaktion Wild beim Wild — 9. April 2025

Die Bundespolizei hat an der deutsch-niederländischen Grenze einen Transporter gestoppt, in dem unter anderem zwei Zebras und sechs Affen transportiert wurden.

Vermutet wird ein illegaler Tiertransport, wie die Bundespolizei im niedersächsischen Bad Bentheim mitteilte. Die Tiere wurden in eine Auffangstation in den Niederlanden gebracht.

Bundespolizisten hatten das Fahrzeug im Ort Bunde gestoppt und kontrolliert. Neben den Affen und Zebras fanden sie auch eine Antilope, einen Serval, einen Bussard und einen Schwan. Die beiden Insassen des Transporters hätten keine vollständigen Transportpapiere oder Herkunftsnachweise vorlegen können, hiess es. Mehr zu Kriminalität und illegalem Tierhandel.

Die Beamten verständigten das Veterinäramt. Da die Tiere nicht ordnungsgemäss und artgerecht verladen und gesichert waren und Papiere fehlten, wurden Einreise und Weitertransport verboten. Die Polizei nahm den Sachverhalt wegen eines mutmasslichen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz auf.

Die niederländische Polizei übergab die Tiere schliesslich an die zuständige Behörde. In den Niederlanden soll weiter gegen die für den Transport Verantwortlichen ermittelt werden. Die Tiere wurden in einer Auffangstation versorgt. Das Tierschutzproblem zeigt sich hier besonders deutlich.

«Dieser Fall verdeutlicht es einmal mehr – der legale und illegale Handel mit fühlenden Lebewesen floriert massiv. Unzählige Wildtiere werden oft über tausende Kilometer transportiert, um dann über Internetportale, auf Tierbörsen oder in Zoohandlungen verkauft zu werden.» Peter Höffken, Fachreferent bei PETA

PETA fordert Haltungsverbot von «Exoten» in Privathaushalten

Die Tierrechtsorganisation kritisiert, dass der Kauf von gefährlichen und anspruchsvollen Tieren unabhängig von dringend erforderlichem Fachwissen noch immer erlaubt ist. In der Folge brechen jedes Jahr Hunderte «exotische» Tiere aus oder werden von überforderten Personen einfach ausgesetzt. Tierheime und Tierauffangstationen sind häufig überfüllt mit «exotischen» Tieren, die einen besonders grossen Anspruch an ihren Lebensraum haben.

Der Handel mit Wildtieren

Primaten gehören zu den am meisten gehandelten Säugetieren auf Verkaufsplattformen für Wildtiere im Internet. In Deutschland sind Handel und Haltung von «exotischen» Tieren in Privathand weitgehend unreglementiert. Wenn der Preis stimmt, werden auch streng geschützte und äusserst sensible Tierarten selbst an Laien verkauft. Da als Folge der mangelhaften Haltung und Pflege viele Tiere in Gefangenschaft sterben, bleibt die Nachfrage dauerhaft auf hohem Niveau.

Das Ergebnis einer Studie, welche vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) 2020 vorgestellt wurde, bestätigt zudem, dass der Handel mit Wildtieren zum weltweiten Artensterben beiträgt und besonders aus Gründen des Arten- und Naturschutzes dringend entsprechend gehandelt werden muss. Mehr zu den Tierrechten.

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