Hobby-Jäger erschiesst Lama im Muotathal
Ein Hobby-Jäger erschiesst im Muotathal ein Lama statt eines Hirsches. Er versuchte, den Vorfall zu vertuschen. PETA fordert Jagdverbot.
Vor etwas mehr als zwei Wochen erlegte ein Wildtierkiller auf der Hochjagd eines von vier Lamas.
Leitstute als Herdenschutztier erschossen
Die Tiere weideten zusammen mit Schafen eingangs Bisistal zwischen Stahli und Suteren im Kanton Schwyz, als der verhängnisvolle Schuss fiel. Es handelte sich unglücklicherweise sogar um die Leitstute, schreibt die Luzerner Zeitung.
Der Landwirt hält die Lamas als Schutz vor dem Wolf oder wildernden Hunden. «Das Lama ist kein Fluchttier wie das Schaf. Wenn sich ein Wolf nähert, geht es vielmehr schauen, was da kommt. Das unterbricht den Jagdtrieb des Wolfes. Für den Wolf ist es dann keine Beute mehr», erklärt er.
In Arcegno TI erlegte ein Wildtierkiller ein Lama im Jahr 2015 auf einer umzäunten Weide. Ein 130 Kilo schweres Lama wurde im Wallis 2019, ebenfalls von einem Hobby-Jäger, mit einem kleinen Reh verwechselt.
Fall kommt vor die Staatsanwaltschaft
«Der fehlbare Hobby-Jäger hat sich heute Morgen beim zuständigen Wildhüter telefonisch gemeldet und ist bekannt», sagt Jagdverwalter Manuel Wyss vom Amt für Wald und Natur gegenüber Blick.ch am 21.9.2021.
Kommentar IG Wild beim Wild: Der Hobby-Jäger hat sich heute Morgen – nachdem die Medien darüber berichteten – gemeldet, also nicht umgehend nach der Tat. Warum?
Die kantonale Wildhut hat zusammen mit der Kantonspolizei Schwyz die Ermittlungen in dieser Sache aufgenommen. Im Anschluss wird sich die Staatsanwaltschaft darum kümmern.
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