Geschützte Tiere am Jackenkragen
15 Prozent der Pelze im Handel stammen aus der Wildnis. Darunter sind auch hunderttausende Felle geschützter Arten, die allein die EU in den vergangenen zehn Jahren eingeführt hat. Vom patagonischen Fuchs bis zum Rotluchs landen die Pelze zahlreicher geschützter Tiere an Jackenkrägen oder Ärmelaufschlägen. Die EU ist einer der Hauptabsatzmärkte für Felle aus Fallenjagd.

15 Prozent der Pelze im Handel stammen aus der Wildnis. Darunter sind auch hunderttausende Felle geschützter Arten, die allein die EU in den vergangenen zehn Jahren eingeführt hat. Vom patagonischen Fuchs bis zum Rotluchs landen die Pelze zahlreicher geschützter Tiere an Jackenkrägen.
Im Zeitraum von 2008 bis 2017 importierte die EU unter anderem knapp 200’000 Felle geschützter Füchse, fast 110’000 Häute von Rotluchsen, mehr als 56’000 Häute nordamerikanischer Fischotter und 340’000 Häute von Pekaris.
EU als Hauptabsatzmarkt
«Es ist erschreckend, wie viele Tiere für den Pelzhandel aus der Wildnis gefangen werden. Die EU spielt dabei eine entscheidende Rolle», erklärt Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife. Alleine Kanada verkauft jährlich insgesamt 750’000 Roh-Pelze aus Fallenjagd.
Grausame Fallenjagd
Bei der Fallenjagd kommen Schlagfallen, Nackenschlingen und Beinhaltefallen zum Einsatz. Die Fallen sind zudem höchst unselektiv: Bis zu 75 Prozent der Tiere sind unerwünschte Fehlfänge.
«Vor allem werden Beutegreifer wie Kojoten, Füchse und Luchse gefangen, die eigentlich für ein stabiles Ökosystem sorgen», so Altherr. «Wer eine Jacke mit Kojotenkragen oder eine Mütze mit Waschbär-Bommel kauft, finanziert unendliches Leid von Wildtieren.»
Mehr zu Tierrechten.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →