Geboren für die Jagd
Auch in Frankreich behaupten Hobby-Jäger, sie müssten Füchse und Co. töten, um Feldhasen zu retten. Das ist natürlich, genau wie bei uns, eine einzige Farce. Hobby-Jägern geht es nicht um den Schutz von Wildtieren um deren selbst willen, sondern immer nur um das eigene Interesse und den eigenen Jagdspass.
In Frankreich werden nicht nur Rebhühner, Enten oder Wildschweine für die Hobby-Jagd gezüchtet und ausgesetzt, sondern auch Feldhasen.
Hasenzuchtfarm für die Hobby-Jagd
Einer Hasenzuchtfarm für die Hobby-Jagd in Labarthe-Rivière in der Haute-Garonne wird anhand eines veröffentlichten Videos nun Tierquälerei vorgeworfen.
«Es ist wichtig, diese Praxis so schnell wie möglich zu verbieten», sagt Pierre Rigaux, Umweltaktivist und unabhängiger Naturforscher.
Wir waren schockiert über die Art und Weise, wie diese Hasen aufgezogen werden. Sie bleiben 3–4 Jahre lang in diesen Käfigen, die sehr klein sind. Hasen sind Tiere, die viel Platz brauchen und sehr empfindlich auf Stress reagieren. Ihre Lebensbedingungen sind absolut grausam.
Pierre Rigaux
Vorwürfe durch den Züchter bestritten
Laut dem Umweltaktivisten werden «junge Hasen je nach Alter für 60 bis 100 Euro verkauft». Die Kundschaft sind Jagdgesellschaften in mehreren Departements in Südfrankreich. Sie werden freigelassen, um das zu tun, was die Hobby-Jägerschaft «Wiederbesiedlung» nennt. Hinter diesem als ökologisch dargestellten Thema steht das Ziel, sie zu jagen.
«Wir wollen so viele Menschen wie möglich darauf aufmerksam machen, dass diese Art der Zucht existiert», so Pierre Rigaux.
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