Die Friedhofs-Rehe aus Basel werden in den Jura umgesiedelt
Die Rehpopulation im Friedhof Hörnli ist stetig gewachsen. Die Tiere haben darum Stress untereinander. Es gibt Probleme mit Inzucht. Tierschützer wehrten sich dagegen die Tiere abzuschiessen. Nun haben die Behörden eine Lösung gefunden, zusammen mit den Tierschützern.

In den vergangenen Jahren haben sich die Rehe auf dem Friedhof am Hörnli stark vermehrt, heute sind es ungefähr 60 Tiere. Der Lebensraum auf dem Friedhof ist für einen solchen Bestand zu klein. Der Kanton wollte die Reh-Population daher durch Abschuss regulieren. Um das Leben der Tiere zu retten, hat sich die Fondation Franz Weber für eine Verschiebung der Tiere eingesetzt.
Bisherige Massnahmen zeigten kaum Wirkung
Vor fast drei Jahren wollte der Kanton den Rehbestand durch Abschuss regulieren. Dagegen formierte sich breiter Widerstand. Eine Petition mit über 80’000 Unterschriften forderte den Verzicht auf den Abschuss. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle.
Pilotprojekt zur Umsiedlung
Die Fondation Franz Weber hat sich für die Umsiedlung der Rehe eingesetzt und für 20 Tiere einen neuen Lebensraum im Kanton Jura gefunden. Die Umsiedlung übernimmt das Umweltbüro ECOTEC aus Genf unter der Leitung von Prof. Dr. Claude Fischer. Das Bundesamt für Umwelt hat die Bewilligung erteilt.
Zaun als langfristige Lösung
Verläuft das Pilotprojekt erfolgreich, wird zeitnah eine weitere Umsiedlung ins Auge gefasst. Sobald der Hauptteil des Friedhofs frei von Rehen ist, sollen ein neuer Zaun und ein neues Tormanagement sicherstellen, dass keine neuen Rehe auf das Gelände gelangen. Mehr zum Thema Schweiz.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →