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Kriminalität & Jagd

Deutschland: Hobby-Jäger begeht Hundemord und wird verurteilt

Ein Hobby-Jäger aus dem Vogtland muss rund 1.500 Euro Strafe zahlen, weil er einen ausgebüxten Hund getötet hat. Das Amtsgericht in Auerbach verurteilte den 63-Jährigen am Mittwoch in Tateinheit der Tiertötung, der Tierquälerei und der Ordnungswidrigkeit.

Redaktion Wild beim Wild — 5. September 2018

Ein Hobby-Jäger aus dem Vogtland muss rund 1’500 Euro Strafe zahlen, weil er einen ausgebüxten Hund getötet hat. Das Amtsgericht in Auerbach verurteilte den 63-Jährigen am Mittwoch in Tateinheit der Tiertötung, der Tierquälerei und der Ordnungswidrigkeit.

Bis heute gibt es Peter Irion (59) einen Stich ins Herz, wenn er an den Tod seines Hundes Meddox denkt. «Wir wollten eigentlich einen anderen, aber er kam und legte seine Pfote auf meine Schulter», erinnert sich der selbstständige Promoter. Es war Liebe auf den ersten Blick. «Ich hing sehr an ihm – er war lieb und pflegeleicht, liess sich von jedem streicheln und hörte aufs Wort», berichtet er.

Rückblende: Schuss im Wald

Am 27. September 2016 riss der sonst so folgsame Rüde aus dem Grundstück aus und rannte in den Wald. An einem Wanderweg traf er mehrere frei laufende Hunde, die mit ihrem Frauchen unterwegs waren und tollte mit den Artgenossen auf einer angrenzenden Wiese umher. «Dann fiel plötzlich ein Schuss», so schildert Peter Irion den Bericht der Frau. Fünf Tage später fanden Forstarbeiter das tote Tier im Wald. Es wurde festgestellt, dass eine Kugel die Hüfte des Hundes durchschlagen hatte. Meddox hatte sehr viel Blut verloren, ausserdem wohl noch einen Schlag über den Schädel bekommen.

Meddox
Meddox

Das Urteil

Die Aussagen einer Zeugin hatten dazu beigetragen, dass der Hobby-Jäger unter Tatverdacht geraten war, sodass bereits im September 2017 eine Geldstrafe in Höhe von 2’000 Euro wegen des Verstosses gegen das Tierschutzgesetz gegen ihn verhängt wurde. Weil er damit nicht einverstanden war, ging er in Widerspruch.

Der Richter war jedoch davon überzeugt, dass der Hobby-Jäger den Mischlingshund «Meddox» vor zwei Jahren vor seinem Rotwildgehege in Kottengrün erschossen hat. Der Richter büsste den Hobby-Jäger zu 80 Tagessätze à 19 Euro.

Andere Zeugen sagten zudem aus, dass der Angeklagte mit seinem Gewehr auch schon auf Menschen gezielt habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mehr zu Kriminalität und Hobby-Jagd.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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