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Claudia Schiffer mit Qualzucht-Katze bei Filmpremiere

Anlässlich der Filmpremiere von „Argylle“ in London hat Claudia Schiffer am Mittwoch ihren Kater Chip in einem Rucksack auf dem roten Teppich präsentiert.

Redaktion Wild beim Wild — 27. Januar 2024

Ex-Topmodel Claudia Schiffer (53) ist mit einem besonderen Begleiter zu einer Filmpremiere in London erschienen – sie hatte im Rucksack eine Katze dabei.

Chip ist ein Scottish-Fold-Kater – eine Katzenart, die unter schwerwiegenden und sehr schmerzhaften Qualzuchtmerkmalen leidet.

Schiffer besuchte die Premiere des Films «Argylle», mit dessen Regisseur Matthew Vaughn sie verheiratet ist. Die Katze gehört ihrer Familie, wie Schiffer dem Fernsehsender Sky News erzählte. Das Tier spielt in dem Spionagefilm auch mit, nämlich als Katze Alfie.

Ursprünglich sei dafür eine andere Katze eingeplant gewesen, aber ihr Mann habe dann gesagt, die Katze sei ein furchtbarer Schauspieler, scherzte Schiffer am roten Teppich. Er habe dann zu ihrer Tochter Clementine gesagt: «Kann ich deine Katze benutzen?» Ihre Tochter habe sich eine Katze gewünscht, weil sie sie bei Musikstar Taylor Swift gesehen habe. «Und dann haben wir ihr die Katze als Überraschung geschenkt.» Nun sei sie im Film gelandet. «Und seitdem ist die Katze ein grosser Filmstar geworden.»

Die Negativkommentare von ihren Followern und Tierschützern folgten prompt. «Was man doch für Geld und Presse alles tut! Arme Katze», «Es ist traurig, dass in der heutigen Zeit auch noch ein Kinofilm mit dieser schwer kranken Rasse gedreht wurde. Das wird nur dazu führen, dass noch mehr unwissende Menschen sich eine Scottish Fold zulegen», empörten sich die Schreibenden.

Katzen haben auf einem roten Teppich nichts zu suchen. Das Tier für Aufmerksamkeit in einen kleinen Rucksack zu sperren, ist rücksichtslos und bedeutet enormen Stress für die Katze. Das verantwortungslose Verhalten von Claudia Schiffer wird zu Recht kritisiert. Zudem verurteilen wir jegliche Art der Werbung für Schottische Faltohrenkatzen. Diese qualgezüchteten Tiere leiden unter einer schmerzhaften und unheilbaren Knorpelerkrankung, die meist dazu führt, dass die Katzen frühzeitig aufgrund ihres Leides eingeschläfert werden müssen. Claudia Schiffer hat mit ihrem Auftritt nicht nur ihren tierischen Gefährten unnötigem Leid ausgesetzt, sondern Qualzucht in der Öffentlichkeit normalisiert und popularisiert. Wir appellieren an alle Katzenliebhaber, Tiere ausschließlich im Tierheim und nach reichlicher Überlegung zu adoptieren und die Zucht von Tieren nicht zu unterstützen.

Monic Moll, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland e.V.
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