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China: Jagd, Handel und Verzehr von Wildtieren verboten

Als Reaktion auf den Ausbruch des neuen Coronavirus in China hat der Ständige Ausschuss des Volkskongresses den Handel und Verzehr wilder Tiere umfassend verboten. Die Entscheidung des parlamentarischen Gremiums folgt auf ein ähnliches behördliches Verbot, das die Marktaufsicht schon Ende Januar erlassen hatte. Die Verfügung erstreckt sich auch auf wilde Tiere, die gezüchtet oder in

Redaktion Wild beim Wild — 25. Februar 2020

Als Reaktion auf den Ausbruch des neuen Coronavirus in China hat der Ständige Ausschuss des Volkskongresses den Handel und Verzehr wilder Tiere umfassend verboten.

Die Entscheidung des parlamentarischen Gremiums folgt auf ein ähnliches behördliches Verbot, das die Marktaufsicht schon Ende Januar erlassen hatte. Die Verfügung erstreckt sich auch auf wilde Tiere, die gezüchtet oder in Gefangenschaft gehalten werden.

Die Jagd, der Handel und Transport für den Konsum sei damit verboten. Jeder Verstoss solle schwer bestraft werden. Auch der Einsatz von wilden Tieren in der wissenschaftlichen Forschung oder für medizinische Zwecke solle streng überprüft werden und sei genehmigungspflichtig. Der Ständige Ausschuss des Volkskongresses, der zwischen den jährlichen Plenartagungen des Volkskongresses die Entscheidungen trifft, forderte auch, die Aufsicht zu verstärken.

Es gilt als weitgehend gesichert, dass das Coronavirus unter Fledermäusen, die von Chinesen verzehrt werden, zirkuliert. Allerdings ist die Frage noch nicht beantwortet, welches Tier der mögliche Zwischenwirt war, durch den das neuartige Virus auf den Menschen übergesprungen ist. Es gibt die Theorie, dass es sich um ein geschütztes Schuppentier – auf Englisch «pangolin» genannt – gehandelt haben könnte, das von manchen Chinesen als Delikatesse angesehen wird.

Wie schon das Virus hinter der Pandemie des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (Sars) 2002/2003 stammt auch das Sars-CoV-2 genannte neue Virus von Fledermäusen. Es wird vermutet, dass es von einem anderen Tier als Zwischenwirt übertragen wurde. Viele der ersten Fälle der Infektionen wurden im Dezember auf den Huanan-Markt in der heute schwer betroffenen Metropole Wuhan in Zentralchina zurückgeführt, wo auch wilde Tiere zum Verzehr verkauft wurden.

Das Virus wurde bislang nur bei Menschen nachgewiesen. Fachleute vermuteten bereits zu Beginn der Epidemie, dass als Hauptwirt ein anderes Säugetier oder Geflügel infrage komme. Der Übergang vom Tier auf den Menschen könne jedoch über einen noch nicht identifizierten Zwischenwirt erfolgt sein. Chinesische Forscher verwiesen in diesem Zusammenhang im Journal of Medical Virology auf Schlangen wie den Vielgebänderten Krait (Bungarus multicinctus) und die Chinesische Kobra, die auf dem Grossmarkt neben anderen lebenden Wildtieren (sogenannten „Ye Wei“) wie Fledermäusen oder Kaninchen angeboten werden. Diese Hypothese wurde von anderen Virologen für unwahrscheinlich erklärt, da es bisher keine Evidenz dafür gäbe, dass Coronaviren auch Reptilien infizieren können. Bisher seien Coronaviren ausschliesslich bei Säugetieren und Vögeln gefunden worden. Nachdem in Malaiischen Schuppentieren ein Coronavirus mit hoher genetischer Übereinstimmung zum SARS-CoV-2 gefunden wurde, geraten diese zunehmend in Verdacht, der Ursprung der neuen Epidemie zu sein, zumal diese trotz Verbots in China gehandelt werden.

Wie wird das Virus übertragen?

Übertragen wird das Coronavirus wie das Sars-Virus durch Tröpfcheninfektion, weshalb hustende und niesende Patienten hohe Ansteckungsgefahr bedeuten. Laut WHO soll die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) zwei Tage bis eine Woche betragen.

Welches sind die Anzeichen?

Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Atemprobleme wie Kurzatmigkeit, Lungenentzündung.

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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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