26-jährige Hobby-Jägerin bestätigt geläufige Jagd-Klischees
Die 26-jährige Hobby-Jägerin aus Schortens ist nicht nur eine Freizeitkillerin, sondern auch Botschafterin für die Hobby-Jagd, laut der Nordwest-Zeitung.
Schortens ist eine Gemeinde im Landkreis Friesland in Niedersachsen.
Tomke Woltmann ist eine der zahlreichen leid schaffenden Hobby-Jägerinnen und engagierte Jagdhornbläserin. Beim Jagdhorn handelt es sich um ein primitives Instrument mit einem sehr beschränkten Tonumfang für den Kriegslärm der Hobby-Jäger.
In jungen Jahren sei sie von einem Hobby-Jäger auf einen Hochsitz mitgenommen worden. Dort wurde ihr erklärt, wie man das Rauschen des Windes vom Rascheln eines Tieres unterscheidet. Das hat sie fasziniert.
Seit ihrem 19. Lebensjahr besitzt Tomke Woltmann den Jagdschein. Heute vergehen die Stunden auf dem Hochsitz für die junge Hobby-Jägerin wie im Flug.
Die Natur zu beobachten, ist zu jeder Zeit und bei jedem Wetter spannend. Es ist eine Art Meditation mit Adrenalin, die beruhigt: das eigene Atmen hören, das Atmen des Waldes. Und plötzlich tritt ein Rehbock aus dem Dickicht – der Adrenalinspiegel schiesst hoch, der Puls hämmert in den Ohren …
Die Entscheidung für das „grüne Abitur“ traf sie dann ganz bewusst: Sie sei überzeugt, dass die Hobby-Jagd viel mehr ist als nur Schiessen. Es ginge um Geduld, Beobachtung und das Verstehen der Natur.
Lecker findet Tomke Woltmann Nutria. Der Geschmack der Biberratte liege zwischen Hähnchen und Hasen.
Mit dem wachsenden Anteil an Hobby-Jägerinnen steige auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd. «Wir arbeiten daran, das ökologische Gleichgewicht zu erhalten – ohne Jäger sei das nicht möglich», fabuliert Tomke Woltmann abschliessend ihre Jagd-Klischees in der Nordwest-Zeitung.
Fakten statt Jägerlatein
In Kanada ist es in der Regel verboten, Wildfleisch der Hobby-Jäger in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es eher als Gift bewertet wird als ein Nahrungsmittel. Viele Behörden in Europa warnen vor Wildfleisch. Wildfleisch ist ein Füllstoff mit sehr niedriger Frequenz und kein Lebensmittel. Dementsprechend formt es auch das Bewusstsein dessen, der es verschlingt, und wird sichtbar in den Tätigkeiten und Formen. Hobby-Jäger leben von Fleisch. Deshalb sind sie gewalttätig und aggressiv. Wenn man vom Töten lebt, hat man keinen Respekt vor dem Leben. Man ist feindlich gegenüber dem Leben. Deswegen werden die meisten Tierarten zum Spass von Hobby-Jägern abgeschossen, obwohl es laut wissenschaftlichen Studien überhaupt keinen sinnvollen Grund dafür gibt.
Die heutige Hobby-Jagd zerstört das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere, das ökologische Gleichgewicht, die natürlichen Verhaltensweisen, Familienstrukturen und Sozialverbände, Benutzung von Bauten und Verstecken, Wechsel von Tag– zur Nachtaktivität, erhöhte Reproduktion bestimmter Tierarten, verstärkte Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete, unnatürliche Tierkonzentrationen in Hotspots, lebenslanger gesundheitsschädigender psychischer und physischer Stress der Wildtiere, ungesundes Wildfleisch und vieles negative mehr.
Grosse Teile der Jägerschaft haben einen Wissensstand aus dem letzten Jahrhundert. Das liegt primär an der häufig unzulänglichen Ausbildung in den Kursen zur Jägerprüfung, die überwiegend von Fanatikern mit sektenartigem Gedankengut durchgeführt werden, die keinen regulären Qualifikationsnachweis benötigen. Nach der Ausbildung bewegt sich der Hobby-Jäger nur noch im Echoraum der Jagdpresse, die ihre schiefen und oft auch falschen Darstellungen stetig wiederholt.
In den Jagdvereinen bestätigt man sich dann gegenseitig in seiner Sicht der Dinge. Auf diese Weise ist eine abgeschottete Sekte entstanden, die für neue Informationen kaum zugänglich ist. Das Fatale dabei ist, dass Lokalpresse und Politik immer noch glauben, unter dem Jägerhut stehe, Sachwissen bereit und bei allen Naturthemen gerne den örtlichen Hobby-Jäger befragen. So kontaminieren die Hobby-Jäger dann auch noch den öffentlichen Raum.
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