Wildlife Photographer of the Year 2019: Die Gewinnerbilder
Dieses faszinierende Bild zeigt die ultimative Herausforderung der Natur - den Kampf ums Überleben.
Wildtier Foto des Jahres
Es könnte eine Szene aus einer Slapstick-Komödie sein: Ein Murmeltier steht wie erstarrt vor Angst, mit schlaffem Kiefer und im Gleichgewicht auf einem Fuss, als es einen stürmenden Fuchs bemerkt.
Das dramatische Bild, das der chinesische Fotograf Yongqing Bao mit perfektem Timing aufgenommen hat, wurde vom Londoner Naturkundemuseum als Wildlife Foto des Jahres ausgezeichnet.
Bao wurde aus einer langen Liste von verschiedenen Kategorien als Sieger ausgewählt, die alle die Seltsamkeiten, Rivalitäten und die Schönheit der natürlichen Welt aufzeichnen konnten.
Das Siegerbild vom Qilian-Gebirge
Bao fing die Szene auf dem schneebedeckten Hang des chinesischen Qilian-Gebirges im Frühjahr ein.
Er hatte die Wechselwirkungen zwischen den beiden Kreaturen seit einiger Zeit beobachtet. Rund eine Stunde zuvor hatte das Murmeltier den Tibetfuchs entdeckt und seine Nachbarn alarmiert, um in den Untergrund zu gehen.
Aber der Tibetfuchs blieb ganz still auf der Lauer. Im Glaube, dass die Luft rein sei, tauchte das Murmeltier schliesslich auf, um wieder auf Nahrungssuche zu gehen.
Im Nu stürzte der Fuchs vorwärts und dank einigen blitzschnellen Reflexen konnte Bao den beängstigenden Moment der Erkenntnis verewigen, als das Murmeltier mit seiner Sterblichkeit konfrontiert wurde.
«Fotografisch ist es einfach der perfekte Moment», sagte Roz Kidman Cox, Vorsitzende der Jury, in einer Erklärung. «Die Ausdrucksstärke der Haltungen hält dich wie gebannt und der Energiefaden zwischen den erhobenen Pfoten scheint die Protagonisten in perfekter Balance zu halten.»
«Bilder vom Qinghai-Tibet-Plateau sind selten genug, aber eine so starke Wechselwirkung zwischen einem tibetischen Fuchs und einem Murmeltier, zwei Arten, die für die Ökologie dieser Hochgrasregion entscheidend sind, festzuhalten, ist aussergewöhnlich», fügte Cox hinzu.
Bao nahm den Preis im Rahmen einer Zeremonie entgegen, die am Dienstagabend im Londoner Museum stattfand.
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