Wallis: Bauer wegen Wolfstötung verurteilt
Ein Oberwalliser hat einen Wolf erschossen, der mehrere seiner Schafe gerissen hatte. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.
59-jähriger Landwirt erschoss geschütztes Tier
Im Oktober 2022 wurde in Termen im Oberwallis ein Wolf tot aufgefunden. Der Mann, der das Tier erschossen hatte, wurde nun von der Justiz verurteilt, wie der «Walliser Bote» berichtet.
Der Schütze war ein 59-jähriger Landwirt, dessen Herde von einem Wolf angegriffen worden war. Vier Schafe starben bei dem Angriff, acht weitere wurden verletzt.
Strafe auf Bewährung
Der Landwirt wurde per Strafbefehl verurteilt, weil er ein geschütztes Tier getötet hatte, aber auch, weil er eine modifizierte, nicht zugelassene Waffe besessen hatte.
Die Busse beträgt 4’000 Franken, bedingt auf zwei Jahre. Der Verurteilte erhält zudem eine Busse von 950 Franken und muss die Verfahrenskosten von 2’200 Franken übernehmen.
Auf Anfrage des «Walliser Boten» zeigte der Landwirt keine Reue. Die Tötung des Beutegreifer sei die einzige Lösung gewesen, um zu verhindern, dass seine Schafe erneut angegriffen würden. Er akzeptiert die Strafe, das Urteil ist rechtskräftig.
Ein zum Abschuss freigegebener Wolf
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Staatsrat im Juli desselben Jahres den Abschuss eines Wolfes in der Region bewilligt hatte. Den Wildhütern war es nicht gelungen, den Wolf innerhalb von 60 Tagen zu erlegen. Die IG Wild beim Wild dokumentiert Wildtierkriminalität systematisch.
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
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