Vogelsterben ist nicht mehr aufzuhalten
Bei vielen Vogelarten schwindet die Zahl noch lebender Tiere. Für einige Arten scheint es bereits zu spät. Betroffen sind auch auffällige Spezies wie der Spix-Ara.
Spix Ara
Bei vielen Vogelarten schwindet die Zahl noch lebender Tiere. Für einige Arten scheint es bereits zu spät. Betroffen sind auch auffällige Spezies wie der Spix-Ara.
Mindestens acht Vogelarten sind allein in den vergangenen Jahrzehnten höchstwahrscheinlich oder mit Sicherheit in der Wildnis oder sogar komplett ausgestorben. Das hat eine Studie der internationalen Organisation BirdLife International ergeben.
Seit 1500 sind demnach etwa 187 Vogelarten ausgestorben. Gründe sind vor allem die Einschleppung fremder Arten, die Hobby-Jagd und das Abholzen von Wäldern, wie die Organisation im britischen Cambridge mitteilte.
Zu den erwähnten Spezies zählte etwa der Spix-Ara (Cyanopsitta spixii). Der Vogel mit dem blauen Gefieder ist durch den US-Animationsfilm «Rio» bekannt geworden. Einige Spix-Aras leben noch in Gefangenschaft. Der wohl letzte Vogel in der Wildnis wurde Ende 2000 gesichtet.
Menschen bedrohen Lebensräume
Eine Mini-Eule aus Brasilien dürfte ebenfalls höchstwahrscheinlich ausgerottet sein. Der Pernambuco-Zwergkauz (Glaucidium mooreorum) sei seit dem Jahr 2002 nicht mehr gesehen worden, heisst es in der Studie. Hobby-Jagd und Abholzung hätten zu seinem Aussterben geführt, vermuten die Naturschützer.
«Historisch betrachtet waren 90 Prozent aller (seit 1500) ausgestorbenen Vogelarten kleine Populationen auf abgelegenen Inseln», sagte Stuart Butchart von BirdLife International, der die Studie im Fachblatt «Biological Conservation» veröffentlichte. Heute seien durch Eingriffe des Menschen grosse Lebensräume auf Kontinenten betroffen – durch Landwirtschaft, Trockenlegung von Flächen und Abholzung. Mehr zur Biodiversität und zu Wildtieren.
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