Vogelgrippe: BAFU bewilligt Gentech-Impfstoff
Während alle Welt auf die SARS-CoV-2-Pandemie schaut, grassiert derzeit ein anderes Virus in Europa, das die Geflügelindustrie hart trifft. Hunderttausende von Tieren mussten diesen Winter bereits getötet werden, um der Geflügelpest Herr zu werden.
Am 18. April 2023 hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen Freisetzungsversuch des Instituts für Virologie und Immunologie (IVI) mit einem gentechnisch veränderten Impfstoff gegen Vogelgrippe bewilligt.
Das IVI als Bewilligungsinhaber muss während der Versuche im Tierpark Bern und im Zoo Basel Massnahmen ergreifen, um die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt zu garantieren.
Das IVI hat am 2. November 2022 beim BAFU ein Gesuch für die versuchsweise Freisetzung eines gentechnisch veränderten Impfstoffs gegen Vogelgrippe eingereicht. Ziel des Versuchs ist, die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Vogelgrippe-Viren zu testen. Zudem sollen allfällige Nebenwirkungen der Impfung sowie die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt untersucht werden. Zu diesem Zweck wird das IVI von 2023 bis 2026 den Impfstoff bei Vögeln, die im Tierpark Bern und im Zoo Basel gehalten werden, anwenden.
Das BAFU ist zuständig für die Bewilligung von Versuchen mit gentechnisch veränderten Tierarzneimitteln, die vor einer allfälligen Marktzulassung in der Umwelt untersucht werden sollen. Für die Impfung und die Nachfolgeuntersuchungen braucht es zusätzlich eine Tierversuchsbewilligung, welche vom Kanton erteilt wird.
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