Wolfspräsenz Schweiz
Im Kanton Zürich ist wahrscheinlich erneut ein Wolf herumgestreift: Zweimal ist in der vergangenen Woche im Raum Albis ein wolfsähnliches Tier gesichtet worden, zudem wurden zwei Rehe gerissen. Über die mögliche neuerliche Wolfssichtung hat der Kanton am Montagmittag über seinen SMS-Wolf-Warndienst informiert. Gemäss dieser Kurzmitteilung wurde die DNA des herumstreifenden Tieres gesichert. Die Probe wird
Im Kanton Zürich ist wahrscheinlich erneut ein Wolf herumgestreift: Zweimal ist in der vergangenen Woche im Raum Albis ein wolfsähnliches Tier gesichtet worden, zudem wurden zwei Rehe gerissen.
Über die mögliche neuerliche Wolfssichtung hat der Kanton am Montagmittag über seinen SMS-Wolf-Warndienst informiert. Gemäss dieser Kurzmitteilung wurde die DNA des herumstreifenden Tieres gesichert.
Fünfte bestätigte Wolfspräsenz seit 2014
Handelt es sich beim Tier tatsächlich um einen Wolf, wäre es die fünfte bestätigte Wolfspräsenz im Kanton Zürich seit 2014. Zuvor galt der Wolf hier während über 100 Jahren als ausgestorben.
Für Menschen, grosse Nutztiere und Haustiere besteht gemäss Behördenangaben keine Gefahr. Respekt sei aber angezeigt: Bei einer Begegnung mit dem an sich scheuen Wolf sollte man Abstand wahren und sich zurückziehen.
Mögliches zweites Wolfsrudel in Graubünden
In Graubünden hat sich oberhalb von Trin möglicherweise ein zweites Wolfsrudel gebildet. Ein gesicherter Nachweis des Ringelspitz-Rudels fehlt aber noch.
Die Fachstelle für Beutegreifer KORA hat diesen Sommer den Wolfsrüden M56 oberhalb von Falera genetisch nachgewiesen. Im selben Gebiet wurden im vergangenen Sommer und Herbst Speichel- und Kotspuren der Wölfin F33 gesichert. Diese beiden Wölfe sind gemäss der Gruppe Wolf Schweiz seit vergangenem Sommer ein Paar.
Drei Jungwölfe abgestürzt
In den letzten drei Wochen stürzten dort gleich zwei halbjährige Wölfe in steilem Gelände ab und starben. Oberhalb von Trin und Flims ist bereits ein dritter Jungwolf abgestürzt und seinen Verletzungen erlegen.
Warum die drei Jungwölfe innerhalb von nur drei Wochen bei der Alp am Piz Mirutta abstürzten, ist unklar. Dass sie von Herdenschutzhunden der dort gehaltenen Schafherde in den steilen Hang getrieben wurden, sei denkbar, aber nur eine Hypothese. Mehr zu Wildtieren und zum Jagdgesetz.
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