Uferschwalben fehlt der Lebensraum
Auch in diesem Jahr sind die Uferschwalben aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten in die Schweiz zurückgekehrt.
Auch in diesem Jahr sind die Uferschwalben aus den afrikanischen Überwinterungsgebieten in die Schweiz zurückgekehrt.
Wohnungsnot für Uferschwalben
Doch hier herrscht Wohnungsnot. Steilwände von Flussufern suchen sie vergebens, und auch in Kiesgruben wird der Lebensraum knapp. Als Notlösung helfen künstliche Brutwände aus einer speziellen Sandmischung, wie sie BirdLife Schweiz und Partner im Rahmen des Artenförderungsprogramms Vögel Schweiz realisiert haben.
Seit Jahrzehnten ist ein Rückgang der Uferschwalben-Kolonien festzustellen. Laut den Brutvogelatlanten der Schweizerischen Vogelwarte Sempach betrug der Bestand zwischen 1993 und 1996 noch 5’500 bis 6’500 Brutpaare, 2013–2016 waren es mit 2’300 bis 3’000 Paaren nur noch etwa die Hälfte.
Künstliche Sandschüttungen als Rettung
BirdLife Schweiz macht das Prinzip mit Publikationen und einem Beratungsangebot in der ganzen Schweiz bekannt. Mittlerweile existieren 26 derartige Sandschüttungen, in denen rund 40 % der 4’200 Brutpaare der Uferschwalbe brüten (2020).
Mittelfristig sollen an grösseren Fliessgewässern dank Revitalisierungen wieder Brutplätze an Prallhängen entstehen. Doch seit 2011 konnte kein Schweizer Revitalisierungsprojekt eine ausreichende Dynamik kreieren, die zu neuen Brutplätzen geführt hätte. Hier besteht weiterhin grosser Handlungsbedarf.
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