Tierquäler gesucht: Rehkitz die Schnauze zugeklebt
Unbekannte Tierquäler haben in Bodelshausen einem Rehkitz die Schnauze zugeklebt. Ein Rettungsversuch scheiterte: Am Montagabend war das Wildtier tot.
Einem Medienbericht zufolge wurde einem Rehkitz in Bodelshausen im Landkreis Tübingen die Schnauze mit Klebeband zugeklebt.
Kitz wäre verdurstet oder verhungert
Bürgerinnen und Bürger hatten das verletzte Tier am 20. Juni in einem Gartengrundstück im Schlehenweg entdeckt.
Im Zuge eines Rettungsversuchs wurde das Klebeband entfernt. Anschliessend wurde das Kitz bei einer Hecke nahe des Waldrandes abgesetzt, in der Hoffnung, dass die Mutter es wieder aufgreifen könnte. Das Jungtier war jedoch so geschwächt, dass es am folgenden Montagabend nicht weit entfernt tot aufgefunden wurde.
PETA lobte für Hinweise, die zur Ergreifung der Täterschaft führen, eine Belohnung von insgesamt 2’050 Euro aus.
Es ist erschreckend, wie häufig grausame Übergriffe auf Tiere verübt werden. In diesem brutalen Fall muss die Täterschaft schnellstmöglich gefunden werden. Wer scheinbar mit voller Absicht einem wehrlosen Wildtierkind die Schnauze mit Klebeband zuklebt, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.
Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: «Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäterinnen und Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.»
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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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